Freitag, 22. Januar 2021

Gib dem Leben, (d)einen Sinn


"Mach doch einfach..." solche Sätze hört man von Menschen, die sich meist für besonders schlau halten, am Dunning-Kruger-Effekt leiden,  zumeist selber wenig auf die Reihe bekommen und  die glauben Empathie ist ein Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest . Sonst wüssten Sie es .. 'einfach' ist am Allerschwersten"

Was wir aus unserem Leben machen bzw. überhaupt machen können, liegt vlt. nicht immer in unserer Hand aber aus dem was wir haben oder was wir vom Kuchen abbekommen, können wir das Beste machen .. und die Betonung liegt auf den Worten "wir" und "machen" 

Was ist überhaupt "das Beste",  wer weiß das schon vorher? Wenn wir diesen Anspruch stattdessen einmal beiseite legen, da  wir eh  nicht wissen, was das Beste ist,  dann bleibt das "Machen" übrig und mit "wir" sind wir selber gemeint. 

Wenn Du willst, dass etwas passiert mach es selbst. Stütz dich nicht auf Anderen ab und gib nicht anderen die Schuld, wenn Du nicht das bekommst, was Du willst.

Wer nicht das Steuer in die Hand nimmt, wer Nichts tut, sich nicht traut, sondern nur  auf sein "Glück" vertraut, gut, dem kann auch etwas Gutes widerfahren, klar soweit, aber .. wir setzen den Zufall ans Steuer unseres Lebens.

Will ich das? Will ich mein Leben so organisieren, dass mir ständig Andere helfen müssen und fühlt sich ein geschenkter Erfolg überhaupt genauso gut an, wie einer, den man aus eigener Kraft erreicht hat?

Ich persönlich fühle ich mich wohler beim Versuch dem Erfolg oder meinem Glück etwas nachzuhelfen und eben "selber zu machen" .. ob es immer nützt weiß ich nicht aber schaden wird es nicht .. die Tatsache etwas zu versuchen, stärkt immer das Selbstbewusstsein. Es ist immer ein Gewinn.

Also legen wir los .. aber was geschieht? .. allzuoft .. kaum dass wir eine Chance auf die Erfüllung unserer Träume oder Wünsche sehen und Sie ergreifen bzw. verwirklichen wollen?

Wer kennt es nicht? .. das Leben, die Realität verschiebt die Zielflagge und wir landen auf der Nase.

Würde ich mich danach orientieren, hätte ich nie etwas wagen dürfen. Soll  ich wirklich, aus Angst zu scheitern, Dinge nicht wagen? und ich rede nicht von unkalkulierbaren Risiken, deren Ausgang einer Lotterieteilnahme gleicht. Wer sowas wagt, gehört zu den Menschen aus dem Absatz zu Beginn.

Wenn wir erwachsen sein wollen, müssen wir uns um uns selber kümmern und das bedeutet, dass wir für unser Leben selber  verantwortlich sind und uns auch etwas zutrauen, selbst wenn es heißt auch mal zu scheitern.

Etwas nicht geschafft zu haben, heißt ja nicht wirklich das man gescheitert ist. Wir haben gelernt, wie es nicht geht. Diese Erfahrung macht uns besser und mit jedem neuen Versuch steigern die Chancen, vlt. beim nächsten Anlauf ans Ziel zu kommen.

Würden wir aufgeben, würde uns auf ewig die Ungewissheit quälen, ob es beim nächsten Mal nicht doch geklappt hätte. 

Unsere Wünsche sind groß, unsere Erwartungen ebenfalls. Woher den Mut überhaupt nehmen, wenn keiner mehr da ist? Gut, vielleicht bist Du schon oft  gescheitert, dann tu etwas eben nicht, stehe nicht wieder auf, mache Nichts  .. und dann? .. welches Kind, das Laufen lernt, ist jemals sitzen geblieben und hat sich gedacht, "Ach Quatsch, das wird Nichts, ich lass es"

Wir sollten an Eines denken, ob Du etwas tust oder ob Du es nicht tust .. die Zeit vergeht so oder so. Wozu ist Sie dann da, wenn wir Sie ungenutzt lassen. Das wertvollste Gut des Lebens, Zeit, einfach wegwerfen?

Wir lernen aus Mißerfolgen, wir lernen aus Niederlagen. Nie sind Bemühungen umsonst. Wir sammeln Erfahrungen, bleiben nicht stehen und wir leben unser eigenes Leben, gehen unseren eigenen Weg, mit dem Bewusstsein, es zu versuchen. Manchmal ist es so im Leben "Du hast keine Chance, also nutze Sie" wir werden uns selber überraschen, was alles geht.

Sicher besteht die Kunst am Ende darin, auch zu erkennen ob man versucht ein totes Pferd zu reiten ... oder ob es zum  Erfolg nur etwas mehr Beharrlichkeit braucht .. um bei diesem Vergleich zu bleiben .. wenn Du meinst dein Pferd ist tot .. steig ab, sattel ein frisches Pferd, geh von mir aus zu Fuss .. aber bleibe verdammt nochmal in Bewegung. Mache weiter und höre nicht auf, solange bis jemand für uns das Licht ausmacht. Ansonsten ist man  Jahre vorher tot, bevor man unter die Erde kommt.

Dies ist eine Geschichte, aus meinem Leben, Sie erzählt vom Lernen, von Trotz, von Sturheit, Beharrlichkeit, von neuen Fähigkeiten, von Zielstrebigkeit, von Neugierde, von Freude und Frust, von Stolz, Geschicklichkeit, Mut und von entschlossenem Handeln. Von Zweifeln und  von neuem Selbstbewusstsein.

Es ist eine Geschichte von  einem Stück meines Lebensweges, eine Geschichte die von einem Neuanfang erzählt und die auch etwas mit dem Bau von einem Modellflugzeug zu tun hat. Was sonst

Eine Geschichte vom "Selbermachen"