Freitag, 17. April 2009

Was ist schon normal . . . .

Wenn jemand tatsächlich wüsste wie man sich in einer Beziehung richtig zu verhalten hat,  würden Familiengerichte überflüssig sein und alle Paare würden glücklich bis an Ihr Lebensende zusammenbleiben. So isses aber nich . . . trotz tonnenweise Paarberatungs-Ratgebern, Bücher über Frauen und über Männer funktioniert es leider allzuoft nicht und das obwohl man sich doch "liebt" wenn man beschließt es miteinander zu versuchen . . . tut man das? Was für eine Frage . . . was wäre denn sonst der Grund sich aufeinander einzulassen? . . . Nun hat man sich also füreinander entschieden, die physische Anziehungskraft ist oft riesengroß und seltsamerweise besitzt in dieser schönen Zeit jeder die seltsame Gabe Alles zu verzeihen und sämtliche Augen großzügig zuzudrücken. Warum bleibt das nur nicht so verflixt und zugenäht . . . das ist doch schon irgendwie ärgerlich.

Ich habe 24 Jahre mit ein und derselben Frau zusammengelebt. 17 Jahre davon waren wir verheiratet. Wenn man mich heute fragt warum, wären meine Antworten beschämend. Es waren natürlich viele schöne unbeschwerte Momente dabei, natürlich war nicht Alles schlecht, aber in den letzten Jahren würden die schönen, gemeinsamen Momente immer seltener und die Letzten liegen Sie schon viel zu lange zurück. Jeder von uns hatte sich das Leben anders vorgestellt. Wir waren einfach viel zu verschieden . . das wissen wir jetzt ! Ich habe nicht die Fähigkeit besessen, meiner Frau das zu geben, was Sie brauchte und Sie hat sich mir angepasst und auch kein Leben gelebt, was Sie sich gewünscht hätte. Die meißten Jahre waren wohl eindeutig Pflicht und Verantwortung, die wir für unsere Kinder übernommen hatten und wir haben versucht trotz Allem die Jahre  immer so gut es ging zu gestalten. Leider gelang das am Ende immer weniger. Ich habe vieles falsch gemacht.

Aber die Kinder haben wir gewollt. Wir haben Sie gezeugt, Sie versorgt und behütet, Sie versucht zu erziehen und wir haben Sie geliebt (und tun es noch). Es war unsere Pflicht und es war meine Pflicht zu bleiben . . . weil Sie nicht für sich hätten alleine sorgen können. Ich war der Ansicht, dass ich nicht die Wahl hatte. Zumindest solange nicht, bis groß genug waren und Sie auf einem sicheren Weg waren, den Sie nur noch selber gehen können . . wenn Sie auf eine Oberschule kommen. Natürlich brauchen Kinder immer Ihre Eltern, aber die haben Sie auch dann noch, wenn sich die Eltern trennen. Wichtig ist nur, dass man es im Guten versucht.

Nach diesem grandiosen Mißerfolg, mit dem ich mich selber um die schönsten Jahre in meinem Leben gebracht habe, habe ich den festen Vorsatz es besser zu machen. Ich möchte aus meinen Fehlern lernen, einer Partnerin das geben was Sie braucht und hoffe das meine Partnerin auch umgekehrt so denkt. 

Das ist sehr sehr schwer aber es kann funktionieren, wenn man sich einige wenige aber sehr wesentliche Fragen beantworten kann

  • Welche Bedeutung hat dein Partner in deinem Leben?
    .  . . Wie wichtig ist dein Partner für deine Zufriedenheit? Wie sehr brauchst Du Ihn? und welche Bedeutung soll er überhaupt in deinem Leben haben?  Wenn sich im Leben alles nur um Dich dreht, Du den Partner nur wie ein Utensil behandelst, was Du im Regal zu stehen hast und nur selten betrachtest, dann darf sich Keiner wundern, wenn es bald Probleme gibt. Dein Partner sollte deine Sonne, in deinem Universum sein. Die Sonne, die Du  umkreist, um Dich von Ihr wärmen zu lassen.
  • Was tust Du um deinen Partner zu halten?
    . . . dein Partner ist keine Selbstverständlichkeit. Er schenkt sich Dir, aber nimm Ihn nicht als selbstverständlich. Er tut es für Dich und hat dafür Liebe und Anerkennung verdient. Streng Dich für Ihn an. Er hat verdient, dass Du Dich um Ihn bemühst und Ihm Freude bereitest. Zerr nicht an Ihm rum, versuche nicht Ihn umzuerziehen. Das gilt für BEIDE. Und sage nicht, "ich kann das nicht"  . . versuche es. Man kann, wenn man will. Selbst Kinder lobt man für Ihre Bemühungen und nicht für  das Ergebnis Ihrer Bemühungen.
  • Wie lässt Du deinen Partner spüren, dass er bleiben soll?
    Sag Ihm wie wichtig er für Dich ist. Sage Ihm, dass Du dich ohne Ihn nur halb fühlst. Sage Ihm, dass er bei Dir bleiben soll, dass Dir seine Nähe gut tut. Zeige deine Liebe und deine Dankbarkeit, dass er für Dich da ist. Springe über deinen  Schatten und bereite Ihm Freuden. Er wird das Gleiche für Dich tun.
  • Wieviel Frau bzw. wieviel Mann lässt Du deinen Partner sein?
    Akzeptiere es, dass es Dinge gibt, die Frauen tun und es auch Dinge gibt die nur Männer tun.  Lasse deinem Partner seine Identität. Gib Ihm Freiräume, wenn er Sie braucht und bleib Dicht bei Ihm wenn es das ist, was Ihn glücklich macht. Denke immer daran, er wird aus Liebe zu Dir sicher an sich arbeiten und versuchen es Dir Recht zu machen, dann lasse Ihm die Dinge, die Ihm wichtig sind oder die er nicht ändern kann (oder will) weil es Ihm eben so viel bedeutet.
  • Wieviel würdest Du von Dir für Ihn aufgeben?
    Nicht alles ist heilig. Dein Partner wird sicher Verständnis für deine Hobbies haben, dennoch ist Sensibilität angesagt. Man muss nicht wirklich auf ALLES bestehen. Lass deinen Partner nicht unter deinen Extremen leiden. Kultiviere Sie nicht und mache aus einer Mücke keinen Elefanten. Ein Beispiel . . . Selbst wenn ich Sie liebe,  ich brauche keine Petersilie in meinem Salat, wenn Sie mein Partner nunmal garnicht mag. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Frieden stiften. Es kann so leicht sein.
  • Was denkst Du selber, wofür dein Partner Dich lieben soll?
    Betrachte dich ehrlich im Spiegel, nicht nur dein Äußeres, auch dein Verhalten. Kann man Dich wirklich lieben? Sei kritisch und gib Dir Mühe, dein Partner tut es auch. Verzichte auf Eigenschaften, die Du an Anderen auch nicht magst. Werde nicht langweilig und vernachlässige Dich nicht. Es gibt immer etwas, was man verbessern kann. Wer damit aufhört, besser sein zu wollen, hört auf gut zu sein.
  • Wofür kannst Du zu deinem Partner aufschauen, Ihn bewundern?
    Jeder Mensch braucht Anerkennung. Egal ob Kleinkind oder Erwachsener.  Durch Loben, ist noch keinem ein Zacken aus der Krone gebrochen. Versage deinem Partner nicht die Anerkennung. Heuchle keine Komplimente, Sie stehen jedem zu! Wenn es für Dich einfach ist, aber für Ihn eine Herausforderung, dann zeige Ihm, dass Du stolz auf Ihn bist.  Wenn es für Dich strunzlangweilig ist, aber für Ihn sehr bedeutungsvoll, dann  mach Ihm seine Freude nicht kaputt und freue Dich mit Ihm. Es tut nicht weh nett zu sein.
Natürlich steht nirgendwo, dass das was ich hier getextet habe der richtige Weg ist. Vielleicht ist es ja Quark . . . aber es ist mein Weg und ich versuche Ihn zu gehen ! 

JEDER hat IMMER die Wahl zwischen 2 Möglichkeiten : "Will ich streiten oder suche ich eine Lösung ?"

Donnerstag, 16. April 2009

Träume ! ?

Ich möchte gerne über meine Wünsche, Träume und Sehnsüchte schreiben und eigentlich sollte das doch garnicht schwer sein, aber wie so Vieles in meinem Leben ist selbst das ziemlich kompliziert. Der Grund dafür ist zum Glück sehr einfach . . . es gibt einfach viel zu viele davon !

Mein Kopf ist voll, es sind im Lauf meines Lebens soviele geworden, dass ich, wenn ich dann mal Gelegenheit dazu habe, garnicht weiß, welchen ich mir erfüllen soll. Meißt ist die Auswahl dann ohnehin sehr dünn . . . wie so oft sind viele der Wünsche ja doch verbunden mit viel Geld oder viel Zeit . . . und "viel" ist ein Wort was ich im Zusammenhang mit den Worten Geld oder Zeit nie verwenden kann.

Manche meiner Träume sind sehr präsent, jung und frisch. Sie umkreisen mich permanent, immer in Sichtweite und quälen mich im Grunde. Vieles ist aber Jahre wenn nicht Jahrzehnte alt, es liegt auf einem riesigen Berg an unerfüllten Sehnsüchten und wartet und wartet hervorgekramt und auch Wirklichkeit zu werden. Sehnsüchte warten eine Ewigkeit.

Unter der Last der vielen Wünsche, werden immer wieder Manche ausgelöscht. Sie werden schlicht erdrückt, zugedeckt oder Sie lösen sich gänzlich auf, weil vielleicht körperliche Vorraussetzungen nötig sind, die mit zunehmendem Alter schwinden. Etliche der Träume verlieren schlicht Ihre Farbe, werden uninteressant, sterben einfach langsam ab und was bleibt ist am Ende die Trauer über einen weiteren Wunsch, der sich nicht mehr erfüllen wird. Festhalten kann man Ihn ja trotzdem.

Aaaaber . . . es bleiben immer genug übrig . . . Wünsche, Träume und Sehnsüchte sind mir nie ausgegangen. Das sind zuallererst ganz simple Sachen, materialistischer Natur, für die dann aber doch irgendwie nie das Geld reicht . . . wie ein eigenes richtiges Bett z.b., das wäre schön. Anstatt nur eine Matratze auf dem Fußboden würde ich auch gerne mal in einem eigenen Bett schlafen. Ich hätte aber auch gerne ein schönes Fahrrad oder besser noch gleich mehrere z.B. ein schönes Rennrad so ein edles Carbon-Triathlongerät und dazu noch ein geilen Cruiser und noch ein MTB aber ein klassisches Hardtail nur mit einer Frontfedergabel, eine Digitalkamera wäre auch nicht schlecht oder noch besser gleich ein tolles Handy mit Kamera . . . aber neue flauschige Handtücher im Bad wären auch schon schick oder ein Rasierapparat hätte auch was,. Überhaupt würde ich gerne in schöne Dinge für meine Wohnung investieren, endlich mal ein eleganter ein Anzug und ein Schrank voll schicker Klamotten überhaupt wär genial. Ich zieh mich eben gerne gut an, kanns mir aber einfach nicht leisten. Auch ein Laptop wär mal toll oder eine Einbauküche wäre ein Traum. Eine Küche in der man schön kochen und backen kann . . . von noch teureren Wünschen wage ich ohnehin kaum noch zu träumen, dennoch sind Sie da . . . klar hätte ich gerne ein Auto, welcher Mann wünscht sich kein Auto, nen fetten Schlitten, nich so eine Murkelkarre sondern eben ein richtiges Dickschiff, wie so einen Chrysler 300C z.B. . . . ich habe auch noch fast nichts von der Welt gesehen . . . also statt einem Auto, würde ich gerne auch mal für einen geilen Urlaub Geld raushauen, wenn ich es denn hätte. Ich war eigentlich immer nur in Deutschland. Bis auf einmal Dänemark zum baden und in England, um eine Airshow zu besuchen. Aber sonst kenn ich nix. Kein Spanien, kein Italien, Griechenland auch nicht und Übersee oder eine Kreuzfahrt schon mal garnicht . . ich weiß echt nicht, wann ich das letzte Mal überhaupt richtig verreist bin. Es war sicher irgendwann mit meiner Exfrau und meinen Kindern nach Langeoog an der Nordsee. Schön wars dort auch.

Wie auch immer . . . so sehr wie ich mich an dem gigantischen Wunder der Welt, mit all Ihrer Schönheit ansich erfreuen könnte und damit doch schon zufrieden sein sollte, so sehr habe ich mich auch schon immer gestreckt und Dinge begehrt, die ich nicht haben konnte. Je weniger ich bekam umso mehr wollte ich, es ist wie bei einem Kind, dem man die Süßigkeiten verbietet. Ich wollte Abenteuer erleben, Unbekanntes ausprobieren immer und immer wieder, ich wollte etwas und mich selbst erleben . . . Sehr wenig habe ich wirklich getan . . . und wenn geschah es immer unter sehr großen Anstrengungen oder Entbehrungen. Ich bin viele Volksläufe gelaufen, trage sogar den Titel Marathonmann und ich habe mir 2 Airshows in England angesehen, da war ich schon über 40. Das waren dann aber auch schon die bedeutensten Ereignisse, an die ich mich erinnere.

Wünsche verbreiten sich in meinem ich, wie Löwenzahn auf einer Blumenwiese, Sie wuchern und ständig wachsen Neue. Oft sind es aber auch längst in Vergessenheit geratene Wünsche, die ohne erkennbaren Auslöser, wie Luftblasen im Wasser, immer wieder mal an die Oberfläche treiben. Ich wollte z.b. schon immer mal ein Instrument lernen, dabei weiß ich garnicht welches, irgendeines halt. Richtig gut Musik machen können wollte ich schon immer oder welcher Mann träumt z.B. nicht davon einmal Sex mit 2 Frauen zu haben, alleine die Neugierde ist doch schon riesengroß. Eine Zeit lang haben mich Kitebuggies gereizt . . . das muß doch cool sein in so einem Trike zu hocken und mit einem Lenkdrachen über den Strand zu knallen . . . ich wollte auch immer wieder mit dem Segelfliegen weitermachen. Bevor meine Kinder zu Welt kamen, habe ich an meinem Flugschein gearbeitet aber als die Kinder da waren, hat das Geld nicht mehr gereicht. Ich musste aufhören bevor ich es geschafft hatte.

Jedes Thema ließe sich nun endlos breitwalzen, Klamotten kaufen und andere Anschaffungen, Reisen, teure Hobbies und ich höre auch schon die Moralisten aufschreien . . "sei froh, dass Du gesund bist, dass deine Kinder gesund sind, dass Du eine Wohnug und Arbeit hast" JaJaJa . . weiß ich doch . . . ich möchte trotzdem mehr

Seit einiger Zeit beschäftigt mich nun der Gedanke, ob ich es mal mit Drachen fliegen versuchen sollte. Als Junge habe ich Ende der 70.iger auf dem Berliner Teufelsberg ein paar kühnen Männern dabei zugesehen, wie Sie mutig mit damals recht eigenartigen Konstruktionen von diesem Trümmerberg runtersprangen. Heute, 30 Jahre später, sehen die Geräte deutlich eleganter aus . . . wäre das nicht etwas? . . . der Traum vom Fliegen? Es den Vögeln gleich tun? Wenn ich nur mal etwas rumgoogle . . . Fahrtkosten z.B. nach Österreich, Kursgebühren, Unterkunft, Verpflegung . . . *plop* macht die Seifenblase . . . was solls . . . ich kann mich ja noch eine Weile dran festhalten und wie heißt es so schön "Denke nicht Du seiest arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gehen. Arm sind nur die, die keine Träume mehr haben" Na, das kann mir zum Glück nicht passieren. Was das betrifft werde ich wohl immer reich sein.

Das was ich mir am meißten Wünsche wird jedenfalls gnadenlos bei jedem Atemzug weniger. Zeit . . . Unersetzbare und unendlich wertvolle Zeit. Ich sollte anfangen zu leben oder das was jetzt gerade passiert einfach mehr zu genießen.

Dienstag, 7. April 2009

Männer . . .

. . . dat sind diese unbehaarten, meißt aufrecht gehenden Dreibeiner, von denen immer behauptet wird, Sie hätten nur das Eine im Kopf . . . da ich zu dieser Gruppe gehöre und somit zweifellos befangen bin, werde ich jetzt mal keine Aussage über den Wahrheitsgehalt hier abgeben, mir liegt gerade vielmehr etwas gaanz anderes im Sinne . . .

Zur Aufzucht und Pflege benötigt so ein . . . Mann . . . üblicherweise nicht viel. Wenn die hoffentlich stolze Besitzerin, Ihrem Adam, feste Nahrung, eine Schlafstätte, eine Kuckmaschine mit möglichst vielen Programmen und auch hin und wieder ein wenig Fleischeslust anbietet, wird sich unser Männchen recht einfach dirigieren lassen, frisst aus der Hand, trägt den Müll runter, schraubt Dübel in die Wand, gibt bereitwillig seine Brieftasche zum spielen her und trollt sich ansonsten meißt friedlich in seinem Gehege. Klingt schön, bekanntermaßen gelingt es nun aber vielen Frauen leider nicht dieses ansich doch so einfach wirkende Gleichgewicht herzustellen und das mit katastrophalen Folgen.

Zweifellos gibt es von der Spezies Mann sicher ungeschliffene, unaufmerksame Exemplare, die absolut resistent sind gegen jedwede Zuneigungsbekundungen oder Veränderungsbemühungen und die es womöglich verdienen, dass man Ihnen die Gunst der Zuneigung verwehrt . . . DIE Frau aber, die nun das ausgesprochen seltene Glück hat, eines der Alphatiere zu erwerben, welche nicht nur über außerst ansprechende, äußere Attribute verfügen, sondern darüber hinaus auch noch weitere Eigenschaften, sollten besonders aufmerksam sein.

Schauen wir uns mal eines dieser äußerst seltenen Prachtexemplare an. Unser attraktives "Tier" verfügt über einen ausgeprägten Reinlichkeitssinn, wäscht sich mehrmals in der Woche, verwendet Deodorant und andere gutriechende Parfums, putzt sich regelmäßig die Zähne, rasiert sich, nicht nur im Gesicht, sondern glänzt auch mit makellosen Achseln, babyzarter Intimzone und einer glatten muskulösen Brust. Es setzt sich beim pinkeln hin, hat ausreichend dichtes Haar auf dem Kopf und trägt es auch noch frisiert. Es geht mehrmals in der Woche in ein Fitnessstudio und stemmt für die Damenwelt Tonnen an Gewichten, um seinen Körper in einen dieser ästhetischen Athleten zu verwandeln, die wir sonst nur aus weißem Marmor in Museen bewundern können. Damit sein Arsch nicht aussieht wie zwei halbleere Einkaufstüten, quält es sich bei abertausenden Kniebeugen und könnte diese selbst mit dem Frauchen auf der Schulter locker absolvieren und ohne Frauchen auf den Schultern wird es mit einem Lächeln im Gesicht einen Halbmarathon laufen oder durch die halbe Stadt joggen nur, um der Dame seiner Wahl einen Latte Macciato zu holen. Es hat einen ausreichend großen Zauberstab mit dem Sie einen gefrorenen Acker pflügen könnten und es kann auch exzellent damit umgehen. Unsere Krone der Schöpfung schnarcht nicht, trinkt nur in Geselligkeit und das in Maßen, zieht sich vor der Tür die Schuhe aus und legt sogar seine Sachen ordentlich zusammen und die Schmutzwäsche landet tatsächlich in der Waschmaschine und nicht weit verstreut in der Wohnung. Unser Musterschüler wechselt regelmäßig die Unterwäsche, schüttelt jeden Morgen die Betten auf und macht Ihnen das Frühstück und das nicht nur lieblos, sondern mit Kerzenlicht, frischem Obst, knusprigen Brötchen und duftendem Kaffee. Während Sie frühstücken, schmiert Er Ihnen die Brote für die Arbeit, belegt mit viel Liebe und allen Köstlichkeiten. Ihr Held ist in der Lage fehler- und stotterfrei ganze Sätze zu formulieren und das nicht über Autos oder Pornofilme, sondern über all die Themen, die auch Sie interessieren und das Alles nicht nur mit Ihnen selbst sondern auch sehr eloquent mit Ihren Freundinnen und/oder Freunden. Es besitzt ausgesprochen gute Manieren, rülpst nicht und geht zum analhusten auf den Balkon. Es kann mühelos mit kleineren und wesentlich jüngeren Exemplaren seiner Art freundlich umgehen ohne sich zum Hampelmann machen zu lassen. Es bekocht Sie hingebungsvoll, mit kulinarischen Köstlichkeiten oder Backwaren und bevor Kommandos nötig werden, wie z.b. "den Abwasch machst heute Du" oder "der Müll müsste mal ...." steht Ihr Musterexemplar von alleine auf, räumt den Tisch ab, spült das Geschirrr, leert den Müll aus und tut neue Müllbeutel in die Mülleimer. Unaufgefordert massiert es Ihnen den Rücken, die Schultern, ja auch Füße und das mit einer Hingabe, dass Ihnen ein Schauer nach dem anderen den Rücken herunterrennt. Ihr Mustermann schaut mit Ihnen romantische Liebesfilme und hängt nicht stundenlang vor der Flimmerkiste, um sich biertrinkend ein Fußballspiel nach dem anderen anzuschauen. Kritiklos folgt Ihnen Ihr Prinz in jede Boutique, nörgelt nicht rum und selbst wenn Sie nach 3 Std. nichts kaufen, küsst es Ihnen höchstens, liebe- und verständnisvoll auf die Stirn. Wenn Sie unglücklich mit Ihrer Figur sind, küsst Ihr Adam zärtlich jeden Quadratzentimeter Ihres Körpers und schwört Ihnen einen heiligen Eid, dass er Sie und Ihren Körper vom kleinen Zeh bis zur Haarspitze anbetet.

. . bevor Sie jetzt entrüstet aufschreien oder gar in irres Gelächter ausbrechen, dass wäre ja alles nur Erfunden oder nur Quark . . Nein, meine Damen . . . es soll Sie geben, diese Launen der Natur, die solche Prachtgeschöpfe hervorbringen und sollten Sie tatsächlich zufällig eines dieser vom Aussterben bedrohten Spezies Ihr Eigen nennen, dann sollten Sie über diesen unbezahlbaren Schatz wachen . . . denn dummerweise haben diese Männer meißt EINE Schwäche.

Sie sind flüchtig, wie hochprozentiger Alkohol, wenn Sie all diesen wunderbaren Eigenschaften zu wenig Aufmerksamkeit schenken, Sie als selbstverständlich erachten und Ihrem Mann, die wenige Gunst, die er sich wünscht zu sparsam zuteilen. Füttern Sie ein wenig sein Ego, streicheln Sie seine Eitelkeit, zeigen Sie Ihm, dass Sie Ihn bewundern, Sie wissen doch, dass er es braucht . . . es kann sicher nicht schaden. Überzählige Komplimente, die Sie in Hülle und Fülle erhalten, können Sie Ihm doch vielleicht ab und zu zurückzugeben.

und damit wir den einleitenden Satz nicht ganz außer Acht lassen . . . jetzt noch hin und wieder etwas lustvoller, gieriger und leidenschaftlicher, phantasievoller Sex und Ihr Göttergatte, Lebensabschnittsgefährte, Liebster, Geliebter, Schatz, Süßer, Hasi, Darling, Sweetheart, Spatzl, Liebling, Stecher, Bärchen . . . oder wie auch immer er bei Ihnen heißt wird Ihnen aus der Hand fressen, den Boden unter Ihren Füßen vergolden und Sie auf Händen tragen . . .  glaube ich  ;-)

Montag, 6. April 2009

Eine süße Versuchung . . .

Die Themen, die ich mittlerweile in meinem Blog aufarbeiten könnte beginnen sich auf meinem geistigenSchreibtisch zu stapeln. Elementare Grundfragen einer Beziehung , sportliche Höhepunkte am Wochenende, befreiendes Lauftraining . . . die Geburtstagstorte meiner Tochter . . . Themen über Themen . . . aber vielleicht sollte ich mal mit dem Einfachsten anfangen. Dem Backwerk für meine Tochter.

Der Geburtstag meiner Prinzessin näherte sich in Riesenschritten und damit das Projekt "Herztorte" . . . ich weiß nicht wie es entstand, aber meine Kinder wünschen sich von Ihrem Dad schon immer, jedes Jahr eine Geburtstagstorte und ich habe Ihnen jedes Jahr, diesen
Wunsch erfüllt. Es ist mir auch Wurscht wie mühsam das wird, Sie bekommen selbstverständlich eine Torte und Sie haben ein Recht darauf, dass ich mir Mühe gebe. Als Paps drücke ich mich nicht vor so einer Herausforderung.


So ein Herz ist nun keine komplizierte Form und ich hätte in jedem Kaufhaus auch einfach eine Springform kaufen können . . . . Sie hätte sicher Ihren Zweck erfüllt aber für eine Horde Geburtstagsgäste waren die Formen mir dann doch zu klein und außerdem könnte damit wohl jeder Vollpfosten eine Torte backen. Ich wollte aber etwas Besonderes kreiren und kurzerhand backe ich also aus 16 ! ! ! Eiern, 500gr. Mehl und 500gr. Zucker zuerst zwei große, runde, fluffig weiche Biskuits. Ich hab dafür zwar nur nen Billitsch-Mixer für 10,-€ und ein paar popelige Plastikschüsseln, aber das sieht man dem Ergebnis nicht an.

Für die Herzschablone klebe ich dann fix ein paar Blätter mit
Tesa zusammen, falte Sie, male ein halbes Herz drauf, schneide es aus und 'Voila' aufgeklappt sieht mein Schnittmusterbogen schon mal einem gar wonniglichen Herz ähnlich. Anschließend lege ich die Biskuits drauf und säbel mit einem langen Messer solange an Ihnen herum, bis unter einem Berg von Krümeln die äußerlich unverkennbare Form der Vorlage steht. Da eine Torte gefüllt wird, schneide ich die Biskuits noch schnell in 3 dünne Lagen, die später gefüllt werden. Unnötig zu erwähnen, dass meine kleine Küche mittlerweile nun einem Chaos gleicht. Ein passendes Ambiente für einen kreativen Küchenmeister der selber von oben bis unten klebt.

Nun folgt die Zubereitung der Füllung, einer cremigen Versuchung aus weißer Schokolade und Sahne, die der Franzose Ganache nennt. In einem dreiviertel Liter Sahne schmelze ich dieselbe Menge aus weißer Kuvertüre. und nachdem Sie eine Nacht
im Kühlschrank geruht hat, wird Sie mit einem Mixer und etwas frischer Bourbon Vanille luftig zu einer zarten Mousse aufgeschlagen, mit der man auch Trüffel füllen könnte. Sie ist so unverschämt lecker, dass ich Mühe habe nicht mit Kopf zuerst einzutauchen. Mit ein paar Tropfen rote Lebensmittelfarbe zaubere ich schlussendlich daraus eine rosafarbene Schokoladencreme, die wohl jeden überzeugten
Mann zur Schwuchtel mutieren lässt. Barbie würde neidisch werden.

Was jetzt kommt ist Bastelarbeit und Spachtelarbeit. Ein dünner Mürbteig bildet den Boden, darauf dick Erdbeer-Vanille Marmelade und es folgen abwechselnd der Biskuit und ein Lage der Mousse. Zum Schluss wird die Torte ringsum schon glatt umhüllt und sieht damit schon zum anbeissen aus. Nur ein roafarbenes Herz würde aber am Ende doch ein wenig schlicht aussehen also stürze ich in den nächsten Supermarkt, um noch etwas Deko zu besorgen. Rosen und hübsche Blätter aus Marzipan, ein paar kleine Figuren aus Zucker und frische Himbeeren werden meinem Kunstwerk sicher den letzten Schliff verpassen. Die Himbeeren spieße ich einzeln auf Zahnstocher, um Sie so besser in Tortenguss zu tauchen. Mit diesem dünnem Überzug glänzen Sie wunderbar und bleiben auch frisch.
Das Dekorieren am Ende dauert nicht mehr lange. Rosafarbene Schlag- Sahne- häubchen, um den Rand, die Himbeeren, 3 dezente Zuckerfigürchen, die Geburtstagskerzen und natürlich die Rosen runden meine herrlich süße Versuchung ab. Mit Vorbereitung habe ich 3 Abende gebraucht aber die Mühe hat sich gelohnt und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Meine Lisa hat mich vor Freude fast erdrückt als ich Ihr, Ihre Torte überreicht habe. Mehr Lohn kann man nicht erwarten, als die Freude meines Kindes

. . . und der beste Beweise, dass mein Gebäck ein voller Erfolg war . . . Es blieb kein Krümel übrig :-D