Montag, 6. April 2009

Eine süße Versuchung . . .

Die Themen, die ich mittlerweile in meinem Blog aufarbeiten könnte beginnen sich auf meinem geistigenSchreibtisch zu stapeln. Elementare Grundfragen einer Beziehung , sportliche Höhepunkte am Wochenende, befreiendes Lauftraining . . . die Geburtstagstorte meiner Tochter . . . Themen über Themen . . . aber vielleicht sollte ich mal mit dem Einfachsten anfangen. Dem Backwerk für meine Tochter.

Der Geburtstag meiner Prinzessin näherte sich in Riesenschritten und damit das Projekt "Herztorte" . . . ich weiß nicht wie es entstand, aber meine Kinder wünschen sich von Ihrem Dad schon immer, jedes Jahr eine Geburtstagstorte und ich habe Ihnen jedes Jahr, diesen
Wunsch erfüllt. Es ist mir auch Wurscht wie mühsam das wird, Sie bekommen selbstverständlich eine Torte und Sie haben ein Recht darauf, dass ich mir Mühe gebe. Als Paps drücke ich mich nicht vor so einer Herausforderung.


So ein Herz ist nun keine komplizierte Form und ich hätte in jedem Kaufhaus auch einfach eine Springform kaufen können . . . . Sie hätte sicher Ihren Zweck erfüllt aber für eine Horde Geburtstagsgäste waren die Formen mir dann doch zu klein und außerdem könnte damit wohl jeder Vollpfosten eine Torte backen. Ich wollte aber etwas Besonderes kreiren und kurzerhand backe ich also aus 16 ! ! ! Eiern, 500gr. Mehl und 500gr. Zucker zuerst zwei große, runde, fluffig weiche Biskuits. Ich hab dafür zwar nur nen Billitsch-Mixer für 10,-€ und ein paar popelige Plastikschüsseln, aber das sieht man dem Ergebnis nicht an.

Für die Herzschablone klebe ich dann fix ein paar Blätter mit
Tesa zusammen, falte Sie, male ein halbes Herz drauf, schneide es aus und 'Voila' aufgeklappt sieht mein Schnittmusterbogen schon mal einem gar wonniglichen Herz ähnlich. Anschließend lege ich die Biskuits drauf und säbel mit einem langen Messer solange an Ihnen herum, bis unter einem Berg von Krümeln die äußerlich unverkennbare Form der Vorlage steht. Da eine Torte gefüllt wird, schneide ich die Biskuits noch schnell in 3 dünne Lagen, die später gefüllt werden. Unnötig zu erwähnen, dass meine kleine Küche mittlerweile nun einem Chaos gleicht. Ein passendes Ambiente für einen kreativen Küchenmeister der selber von oben bis unten klebt.

Nun folgt die Zubereitung der Füllung, einer cremigen Versuchung aus weißer Schokolade und Sahne, die der Franzose Ganache nennt. In einem dreiviertel Liter Sahne schmelze ich dieselbe Menge aus weißer Kuvertüre. und nachdem Sie eine Nacht
im Kühlschrank geruht hat, wird Sie mit einem Mixer und etwas frischer Bourbon Vanille luftig zu einer zarten Mousse aufgeschlagen, mit der man auch Trüffel füllen könnte. Sie ist so unverschämt lecker, dass ich Mühe habe nicht mit Kopf zuerst einzutauchen. Mit ein paar Tropfen rote Lebensmittelfarbe zaubere ich schlussendlich daraus eine rosafarbene Schokoladencreme, die wohl jeden überzeugten
Mann zur Schwuchtel mutieren lässt. Barbie würde neidisch werden.

Was jetzt kommt ist Bastelarbeit und Spachtelarbeit. Ein dünner Mürbteig bildet den Boden, darauf dick Erdbeer-Vanille Marmelade und es folgen abwechselnd der Biskuit und ein Lage der Mousse. Zum Schluss wird die Torte ringsum schon glatt umhüllt und sieht damit schon zum anbeissen aus. Nur ein roafarbenes Herz würde aber am Ende doch ein wenig schlicht aussehen also stürze ich in den nächsten Supermarkt, um noch etwas Deko zu besorgen. Rosen und hübsche Blätter aus Marzipan, ein paar kleine Figuren aus Zucker und frische Himbeeren werden meinem Kunstwerk sicher den letzten Schliff verpassen. Die Himbeeren spieße ich einzeln auf Zahnstocher, um Sie so besser in Tortenguss zu tauchen. Mit diesem dünnem Überzug glänzen Sie wunderbar und bleiben auch frisch.
Das Dekorieren am Ende dauert nicht mehr lange. Rosafarbene Schlag- Sahne- häubchen, um den Rand, die Himbeeren, 3 dezente Zuckerfigürchen, die Geburtstagskerzen und natürlich die Rosen runden meine herrlich süße Versuchung ab. Mit Vorbereitung habe ich 3 Abende gebraucht aber die Mühe hat sich gelohnt und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Meine Lisa hat mich vor Freude fast erdrückt als ich Ihr, Ihre Torte überreicht habe. Mehr Lohn kann man nicht erwarten, als die Freude meines Kindes

. . . und der beste Beweise, dass mein Gebäck ein voller Erfolg war . . . Es blieb kein Krümel übrig :-D





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