Meine Lisa kommt nun auch endlich in die Oberschule. Nächsten Montag ist es soweit . . . und weil das für Sie natürlich ein wichtiger und aufregender Tag ist, an dem ein neuer Lebensabschnitt beginnt, möchte ich Ihr auch etwas Schönes schenken. Ein kleine obligatorische Schultüte, mit ein paar Süßigkeiten, ein paar Jelly Bellies, die Sie so sehr liebt, eine großen Schokomaus, ein paar Buntstifte (mehr zum Spaß) und natürlich eine Karte, mit ein paar lieben, gut gemeinten Worten, die ich Ihr mit auf den Weg geben will . . . So hatte ich mir das gedacht und als besondere Überraschung will ich ein paar niegelnagelneue Geldscheine mit in den Umschlag tun. Dies sollte dann doch aber etwas schwieriger werden als gedacht . . .
Mein erster Weg führt mich zur Postbank . . . am Geldautomaten würde es sicher keine neuen Scheine geben, das is klar. An dem Ding kann man ja nie wissen was man bekommt und man kann ja nicht mal die Sorte Geldscheine wählen. Aber auch am Schalter, Fehlanzeige. Ich erkläre der freundlich lächelnden Mitarbeiterin meinen Plan und bekomme aber auch nur ein Kopfschütteln als Antwort. Sie würden das Geld auch nur aus einem Automaten holen . . . immerhin hat Sie die ganze Zeit gelächelt.
Wieder auf der Straße zücke ich mein Handy und suche die Nummer der Deutschen Bank. Der Laden vom Ackermann muß doch frische Scheine haben . . . denke ich . . . aber auch hier teilt mir eine freundliche Dame am anderen Ende der Leitung mit, dass die Filialen keine 'frischen' Scheine auf Abruf austeilen können . . . weil ich Sie aber offensichtlich mit meiner Idee doch etwas anrühre, gibt Sie mir den Tip doch mal bei der deutschen Bundesbank nachzufragen.
*Boaaaaah * Na klar . . . die verteilen doch Milliarden an die Banken, wollen Opel die Kohle in den Auspuff schieben, verwalten Billionen Staatsschulden, also wenn nicht DIE, wer sollte dann neues Geld haben. Die drucken es doch ! ! ! Diese modernen Handies sind schon geil. Ich stehe immer noch auf der Straße als ich mir die Telefonnummer "ergoogel" Tatsächlich meldet sich auch nach nur einmaligen Klingeln sofort eine nette Frauenstimme, der ich wieder die Geschichte von meiner Tochter und den neuen Scheinen für den Neuanfang erzähle und tatsächlich . . . JA, Sie können mir neue Scheine rausgeben . . . "Großartig" sage ich und auch "na dann mache ich mich gleich mal zu Ihnen auf den Weg" . . . doch die freundliche Dame bremst meinen Enthusiasmus und teilt mir mit, dass lediglich von 08-13:00 geöffnet ist und weil es schon 14:00 wäre, wäre jetzt schon zu . . . ich verkneife mir die Frage was Sie dort noch macht und denke daran, dass ich so einen Arbeitstag auch gerne hätte.
Am nächsten Morgen betrete ich um kurz nach 8 in der Früh ein großes, ehrfürchtiges Gebäude. Es ist nicht neu, keiner dieser sonst so einschüchternden Bankentempel, sondern sogar eher alt, aber es strahlt eine gewisse Würde aus und beeindruckt mich mit einer stattlichen, großen Empfangshalle, in der sich eine große Marmortreppe, wie aus einem Hollywood Streifen in den ersten Stock emporwindet. Kameras in allen Ecken, verschlossene Glastüren mit Sicherheitszugängen, die man nur mit Magnetkarten öffnen kann, erinnern mich daran, dass es sich um einen besonderen Ort handeln muß. Der Pförtner schickt mich die Marmortreppe hoch, nur noch 2x rechts, dann durch 2 Türen und ich tatsächlich . . . ein Geldschalter. Ich stehe in einem winzigen Raum, kaum so groß wie ein Bahnhofsklo. Über mir 3 Kameras, hinter mit die Sicherheitstür, die sicher sofort verriegeln würde, würde ich aus meiner Tasche eine Kalaschnikow ziehen, vor mir eine zentimeterdicke, grünlich schimmernde Panzerglasscheibe und ein kleines Mikrofon, das wie eine Blume aus dem Marmor wächst.
Hier werden also die Schulden des Landes verwaltet. "Ich hätte gerne 40€ in neuen Scheinen" spreche ich in das Micro und halte meine EC Karte hoch. Der Mann auf der anderen Seite der Scheibe schaut mich ein wenig mildtätig lächelnd an und teilt mir dann sorgfältig formuliert mit, dass Sie kein Geld herausgeben können (warum habe ich mir das jetzt nur schon gedacht?) . . . aaaber . . . Er könnte mir gerne altes Geld gegen Neues umtauschen. Na toll, das ich natürlich nur KEINES bei mir habe. Einen Geldautomaten würde es aber auf der anderen Straßenseite bei der Hypo Bank geben. JaNe, is klar, DIE haben natürlich Geld, die deutsche Bundesbank nicht . . . jedenfalls nicht so mickrige Beträge.
Also wieder rückwärts raus, durch etliche, schwergängige Glastüren, die große Hollywoodtreppe hinunter, über die Straße, eins-fix-drei 50€ aus dem Automaten gezogen und nach 3 Minuten stehe ich wieder vor der Panzerglasscheibe, mit dem dahinter freundlich, lächelnden Staatsdiener in Poloshirt und Jeans. Ich schiebe Ihm den Fuffi durch die Sicherheitsschleuse und tatsächlich er zählt mir niegel-nagel-neue und wirklich druckfrische Fünfer ab und schiebt Sie mir rüber.
Man die Dinger fühlen sich richtig geil an. Schönes, dickes Papier, total glatt, mit Ihren glänzendem Silberstreifen rutschen Sie beinahe etwas unecht übereinander. Glücklich packe ich die Scheine vorsichtig in eine Schutzfolie und versuche mir schon das Gesicht meiner Tochter vorzustellen, als ich die Niederlassung der deutschen Bundesbank verlasse . . . nu weeß ick also wo man frisches Geld bekommt . . . in Zeiten der Schweinegrippe kann dat ja ooch janz nützlich sein.
Mein erster Weg führt mich zur Postbank . . . am Geldautomaten würde es sicher keine neuen Scheine geben, das is klar. An dem Ding kann man ja nie wissen was man bekommt und man kann ja nicht mal die Sorte Geldscheine wählen. Aber auch am Schalter, Fehlanzeige. Ich erkläre der freundlich lächelnden Mitarbeiterin meinen Plan und bekomme aber auch nur ein Kopfschütteln als Antwort. Sie würden das Geld auch nur aus einem Automaten holen . . . immerhin hat Sie die ganze Zeit gelächelt.
Wieder auf der Straße zücke ich mein Handy und suche die Nummer der Deutschen Bank. Der Laden vom Ackermann muß doch frische Scheine haben . . . denke ich . . . aber auch hier teilt mir eine freundliche Dame am anderen Ende der Leitung mit, dass die Filialen keine 'frischen' Scheine auf Abruf austeilen können . . . weil ich Sie aber offensichtlich mit meiner Idee doch etwas anrühre, gibt Sie mir den Tip doch mal bei der deutschen Bundesbank nachzufragen.
*Boaaaaah * Na klar . . . die verteilen doch Milliarden an die Banken, wollen Opel die Kohle in den Auspuff schieben, verwalten Billionen Staatsschulden, also wenn nicht DIE, wer sollte dann neues Geld haben. Die drucken es doch ! ! ! Diese modernen Handies sind schon geil. Ich stehe immer noch auf der Straße als ich mir die Telefonnummer "ergoogel" Tatsächlich meldet sich auch nach nur einmaligen Klingeln sofort eine nette Frauenstimme, der ich wieder die Geschichte von meiner Tochter und den neuen Scheinen für den Neuanfang erzähle und tatsächlich . . . JA, Sie können mir neue Scheine rausgeben . . . "Großartig" sage ich und auch "na dann mache ich mich gleich mal zu Ihnen auf den Weg" . . . doch die freundliche Dame bremst meinen Enthusiasmus und teilt mir mit, dass lediglich von 08-13:00 geöffnet ist und weil es schon 14:00 wäre, wäre jetzt schon zu . . . ich verkneife mir die Frage was Sie dort noch macht und denke daran, dass ich so einen Arbeitstag auch gerne hätte.
Am nächsten Morgen betrete ich um kurz nach 8 in der Früh ein großes, ehrfürchtiges Gebäude. Es ist nicht neu, keiner dieser sonst so einschüchternden Bankentempel, sondern sogar eher alt, aber es strahlt eine gewisse Würde aus und beeindruckt mich mit einer stattlichen, großen Empfangshalle, in der sich eine große Marmortreppe, wie aus einem Hollywood Streifen in den ersten Stock emporwindet. Kameras in allen Ecken, verschlossene Glastüren mit Sicherheitszugängen, die man nur mit Magnetkarten öffnen kann, erinnern mich daran, dass es sich um einen besonderen Ort handeln muß. Der Pförtner schickt mich die Marmortreppe hoch, nur noch 2x rechts, dann durch 2 Türen und ich tatsächlich . . . ein Geldschalter. Ich stehe in einem winzigen Raum, kaum so groß wie ein Bahnhofsklo. Über mir 3 Kameras, hinter mit die Sicherheitstür, die sicher sofort verriegeln würde, würde ich aus meiner Tasche eine Kalaschnikow ziehen, vor mir eine zentimeterdicke, grünlich schimmernde Panzerglasscheibe und ein kleines Mikrofon, das wie eine Blume aus dem Marmor wächst.
Hier werden also die Schulden des Landes verwaltet. "Ich hätte gerne 40€ in neuen Scheinen" spreche ich in das Micro und halte meine EC Karte hoch. Der Mann auf der anderen Seite der Scheibe schaut mich ein wenig mildtätig lächelnd an und teilt mir dann sorgfältig formuliert mit, dass Sie kein Geld herausgeben können (warum habe ich mir das jetzt nur schon gedacht?) . . . aaaber . . . Er könnte mir gerne altes Geld gegen Neues umtauschen. Na toll, das ich natürlich nur KEINES bei mir habe. Einen Geldautomaten würde es aber auf der anderen Straßenseite bei der Hypo Bank geben. JaNe, is klar, DIE haben natürlich Geld, die deutsche Bundesbank nicht . . . jedenfalls nicht so mickrige Beträge.
Also wieder rückwärts raus, durch etliche, schwergängige Glastüren, die große Hollywoodtreppe hinunter, über die Straße, eins-fix-drei 50€ aus dem Automaten gezogen und nach 3 Minuten stehe ich wieder vor der Panzerglasscheibe, mit dem dahinter freundlich, lächelnden Staatsdiener in Poloshirt und Jeans. Ich schiebe Ihm den Fuffi durch die Sicherheitsschleuse und tatsächlich er zählt mir niegel-nagel-neue und wirklich druckfrische Fünfer ab und schiebt Sie mir rüber.
Man die Dinger fühlen sich richtig geil an. Schönes, dickes Papier, total glatt, mit Ihren glänzendem Silberstreifen rutschen Sie beinahe etwas unecht übereinander. Glücklich packe ich die Scheine vorsichtig in eine Schutzfolie und versuche mir schon das Gesicht meiner Tochter vorzustellen, als ich die Niederlassung der deutschen Bundesbank verlasse . . . nu weeß ick also wo man frisches Geld bekommt . . . in Zeiten der Schweinegrippe kann dat ja ooch janz nützlich sein.