Mittwoch, 30. April 2014

on the road again

11. März 2014 ... 6 Tage später trete ich zur dritten Fahrstunde an. Wie ich erfahre, waren meine Fahrversuche in den ersten beiden Fahrstunden anscheindend doch nicht so schlecht, wie ich Sie empfunden hatte, denn Ivo überrascht mich mit der Nachricht, dass wir heute 'einfach mal' durch die Stadt touren werden. 

Hurra! schießt es mir durch den Kopf .. "Jetzt gehts lohoos und der Übungsplatz bleibt mir erspart" .. aber Moment, was hat er gesagt? ICH SOLL IN DER STADT FAHREN? ICH SELBER? Wie jetzt? Nicht als Sozius? Ich denke an mein kümmerliches Geschick und für einen Augenblick befällt mich Panik. Das sollte tatsächlich ausreichen?

Kurz mal zusammengefasst. Ich konnte anfahren, und wieder anhalten, eine Kurve fahren, ich fiel nicht um, wusste (theoretisch) wie man schaltet und bremst und ich war immerhin auch Autofahrer, ok, was sollte schon schiefgehen? und wenn man ehrlich ist, mehr können die anderen Verkehrsteilnehmer auch nicht ... jedenfalls ist das mein Eindruck von den Meißten, die mir begegnen.

Die nächsten 90 Min., die mich weitere 67,50€ kosten werden, würde ich also heldenhaft im Straßenverkehr verbringen ... ob ich wohl noch schnell meine Kinder anrufen sollte, um mich von Ihnen zu verabschieden .. Nein, das war natürlich ein Scherz, so schlimm war es nicht. Aber ich war ohne Zweifel deutlich aufgeregter und ziemlich gespannt wie ich mich schlagen würden.

Als Autofahrer und waschechter Berliner ist mir Eines klar .. auf den Straßen unser schönen Bundeshauptstadt herrscht gelinde gesagt Krieg.  Ein einziger K(r)ampf. Fußgänger gegen Radfahrer, Autofahrer gegen Motorradfahrer, Taxen und Busse, die sich sowieso für die Sheriffs halten, Radfahrer, die weder für Tiere noch für Menschen bremsen. Es geht Jeder gegen Jeden und Ost gegen West sowieso. Drängeln, Pöbeln, Drohen .. wer in seinem eigenen Fortkommen von Anderen beeinträchtigt wird, nimmt sich das Recht gnadenlos die Hupe und jede Form der Körpersprache zu benutzen, um dem Rivalen klarzumachen, was für ein Behindi dieser ist. Man hat im Grunde keine Zeit zum Denken, denn irgendwie achtet keiner wirklich auf den Anderen und denkt nur an sein eigenes vorankommen. Jeder wird als Hindernis betrachtet.

Da ich keine Waffe tragen darf (was glaube ich auch viel besser so ist), ist das Einzige was mich schützen wird, meine leuchtend gelbe Fahrschulweste, meine 750€ teure Schutzkleidung und das Bewusstsein, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer, um den Vollpfosten mit der Fahrschulweste einen Bogen machen werden.

Als wir vom Gehweg, auf dem unsere Maschinen vor der Fahrschule parken, in Richtung Detmolder Straße ein Stück über den Radweg losrollen, fühle ich mich nicht wirklich vorbereitet.

Mein treues Pferd vom Stamm der Kawasaki brummt freundlich im Leerlauf, wiehert kurz auf, als ich ein paar mal am Gasgriff drehe ... und dann geht es los. Wir reihen uns in den fließenden Verkehr ein und ich versuche das wenige Geschick einzusetzen, was ich bislang gelernt hatte und völlig überraschend bemerke ich, dass es 'eigentlich' gar nicht so schlecht läuft. Immerhin bin ich nicht gleich tot und es gelingt mir meinen Fahrlehrer nicht aus den Augen zu verlieren.

Ivo fährt vor mir, passt auf, dass sich keiner zwischen uns drängelt und textet mich in einer Tour unablässig zu ... der Mann muss eine Kamera hinten an seinem Helm haben, denn er kommentiert jeden Schlenker, den ich mache. Ohne Punkt und Komma fluten seine Anweisungen über mein Headset .. "Schau in den rechten Spiegel, nicht nur mit dem Augen, beweg deinen Kopf dabei, die Autofahrer müssen erkennen, was Du tust, jetzt geradeaus kucken, jetzt in den linken Spiegel, nicht über die Schulter, Spiegel reicht, wir biegen an der 2.ten Ampel nach links ab, du musst den linken Fuß abstellen, beim rechts abbiegen den Rechten, Blinken, Schulterblick, Spurwechseln, nicht über Fahrbahnmarkierungen fahren, auch nicht auf ihnen halten, selbst wenn sie trocken sind, sie könnten rutschig sein, fahr nicht zu weit rechts, fahr mehr in der Mitte, du bist zu weit links, jetzt ordne dich etwas weiter rechts ein, verkürze den Abstand, schau in den Gegenverker, du musst den Blinker auch mal wieder ausmachen, achte auf den Radfahrer, schau zu ihm, wenn Du an ihm vorbeifährst, siehst Du die Fußgänger, sie haben Vorrang, Achtung der Bus, fahr langsamer ..."

Er meint es sicher gut, aber er macht mich wahsinnig. Verdammt, denke ich, während ich mit meinem bockigen Gaul und meiner digitalen rechten Hand kämpfe .. "Halt doch bloß mal für eine Sekunde die Fre...e, ich muss mich konzentrieren" ..  die Anweisungen über das Headset prasseln weiter munter im Stakkato auf mich ein, aber mit ein wenig Mühe gelingt es mir den Empfang mental irgendwie auf Mute zu stellen, wärend ich weiter mit meinem Bike kämpfe. Ich weiß irgendwie so gut wie nie, in welchem Gang ich gerade bin, ist es der Zweite oder Dritte? Das Getriebe hat einiges auszuhalten, beim langsamen Rollen und abbiegen, soll ich in alle Richtung kucken und bin am kippeln wie Sau, beim Anfahren gebe ich mal zuviel und dann wieder zu wenig Gas, was das Motorrad mit einem hektischen Sprung vorwärts quittiert oder schlicht ausgeht  ... verflixt und zugenäht.

Ich bin fick und foxi als wir wieder vor der Fahrschule zum halten kommen und als ich den Reißverschluss meiner Jacke öffne, dampft es wie aus einer Sauna. Aber .. es war eine Feuertaufe und ich hab Sie überlebt. Trotz aller Schwierigkeiten weiß ich jetzt "Motorradfahren ist geil" Der Lappen wird mich noch einiges an Kohle kosten, aber jetzt habe ich Blut geleckt. Ich will fahren.

In den nächsten Fahrstunden fahre ich nicht mehr als Sozius zum Platz sondern darf alleine auf meinem Bike zum Übungsplatz und auch wieder zurück fahren. Letzlich muss ich ja lernen im Straßenverkehr zurecht zu kommen. Mein Fahrlehrer ist zwar eine Nervensäge, aber das muss er auch sein, denn er muss mir die Show für den Prüfer beibringen. Ich muss lernen präzise nach der Straßenverkehrsordnung zu fahren, mich als Fahrschüler an ALLE Regeln zu halten und das ist als erfahrener Autofahrer schwieriger als man annehmen könnte.

Ivo hat hat definitiv einen Plan, denn er steigert in jeder Fahrstunde nach und nach den Schwierigkeitsgrad. Ich wiederhole jedesmal die bislang erlernten Aufgaben und jedesmal kommt eine neue Übung hinzu. Erst der langsame Slalom, bei dem 5 Hütchen im Abstand von 3,5m im Schritttempo langsam durchquert werden müssen, natürlich ohne dabei einen Fuß abzustellen oder eines der Hütchen umzufahren. Das heißt für mich permanentes "gefühlvolles" Spiel an der Kupplung, am Gas und an der Bremse, damit das klappt. Dann soll ich mit Tempo 30 im 3. Gang einen Slalom durchqueren, wo 6 Hütchen im Abstand von 9m stehen, die letzten 2 Beiden im Abstand von 7m

Was wie immer so einfach klingt, erfordert einiges an Übung und ich brauche einige Anläufe bis ich alle Hütchen stehen lasse und ordentlich drum herum schwinge. Dann muss die Gefahrenbremsung erlernt werden. D.h. Tempo 50 und dann volle Lotte in die Eisen. Eine Übung, die Dank ABS mit meinem Motorrad recht schnell gelingt aber auch nicht ganz Ohne ist. Andere Fahrschüler mit älteren Motorrädern ohne ABS legen sich nacheinander dabei reihenweise auf die Nase. Man darf dabei nicht den Lenker verziehen, muss die Arme ausgestreckt halten, geradeaus kucken, nicht auf den Fahrlehrer oder vor sich auf das Vorderrad, sonst überholt einen nämlich der eigene Arsch und man macht einen Salto vorwärts. Eine weitere Grundfahrübung, die gelernt und später in der Fahrprüfung auch gezeigt werden muss, ist ein Ausweichhaken mit Tempo 50. Man fährt auf ein Hindernis (Hütchen) zu und an einem bestimmten Punkt schwingt man lässig an dem Hindernis vorbei ... so als würde man im fließenden Verkehr plötzlich einer Autotür ausweichen müssen, die jemand überraschend öffnet. Als Letztes muss dann noch erlernt werden, denselben Ausweichhaken zu fahren, aber mit vorherigen Anbremsen auf Tempo 30. Die Schwierigkeit ist es, den richtigen Bremspunkt zu finden.

Ich werde allmählich besser und sicherer ... aber die Lernkurve war doch flacher als gedacht. Wer schon mal Mofa oder Roller gefahren ist, hat es "vielleicht" etwas leichter.

Montag, 28. April 2014

vorwärts immer, rückwärts nimmer ...

Ich habe nicht die Absicht eine präzise, wissenschaftliche Analyse jeder einzelnen Fahrstunde zu verfassen und potentielle Leser so in den Schlaf zu schreiben, aber meine ersten praktischen Fahrversuche waren so ereignisreich, dass es mir gerechtfertigt erscheint, ihnen ein wenig mehr Zeilen zu widmen.

Die erste Fahrstunde hatte mir einen winzigen Eindruck vermittelt was mich erwarten würde. Ich wusste welchen Bronco ich zu zähmen hatte und zum ersten Mal konnte ich mir immerhin vorstellen, dass ich es auch lernen würde. Mit dieser kleinen Zuversicht trete ich nach 2 Tagen, nicht ganz so gelassen und auch schon ein wenig nervös, zu meiner 2.ten Fahrstunde an.

Sie beginnt wie die Erste. Zum Übungsplatz als  Sozius mitfahren, dort ein Fahrerwechsel und das Anfahren und Anhalten wiederholen. Mit einem Hauch an Selbstbewusstsein mache ich mich ans Üben und es gelingt teils ruppiger, teils geschmeidig. Die Abstimmung aus "feinfühlig" Gas geben, mit der rechten Hand und mit der Linken "gefühlvoll" einkuppeln, lässt meine Synapsen knacken. Abwechselnd soll ich beim Anhalten, 2x den linken und dann 2x den rechten Fuß abstellen, quasi wie ein Ballett. Ich konzentriere mich abwechselnd auf den linken Fuß, auf die linke Hand, die rechte Hand und wieder auf einen Fuß und stelle mir vor, wie meine Denkfabrik auf den Schultern verzweifelt  versucht neue neurologische Verbindungen zu knüpfen. Es ist als würde ich dieses blöde Spiel spielen, wo man sich mit einer Hand auf den Kopf klopft und mit der anderen Hand versucht man Kreise vor seinem Bauch zu machen. Es ist zum Mäuse melken.

Ivo, mit dem ich über ein Bluetooth Headset verbunden bin, über welches wir mühelos in bester Smartphone Sprachqualität quasseln können, steht derweil am Rande des Platzes, beobachtet meine Kunststücke mit Argusaugen und wird nicht müde, mich gebetsmühlenartig darauf hinzuweisen, dass ich es "gefüühlvolle" machen soll. Nach einer Weile gelingt es dann tatächlich auch immer öfter. Doch ich bin weit davon entfernt, dass es automatisch oder unbewusst geht .. so wie man das vom Schalten, Kuppeln und bremsen im Auto kennt .. da denkt doch auch niemand mehr nach .. man tut es einfach. Davon kann hier im Augenblick noch keine Rede sein.

Irgendwann erlöst mich mein Folterknecht von dieser Übung und fordert mich nun auf stattdessen mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus zu rollen .. schlicht und einfach geradeaus im Schritttempo. Wieder eine dieser popeligen Aufgaben, die mir Schweißausbrüche verursachen wird ... also los. Im Standgas gelingt es nicht und die Maschine rollt immer zu schnell. Also versuche ich die Kupplung am Schleifpunkt zu halten und hin und wieder leicht abzubremsen, was entweder mit der rechten Hand oder mit dem rechten Fuß geschehen kann. Ich versuche alles irgendwie zu koordinieren, irgendwie gleichzeitig zu tun, kuppeln, bremsen, wobei ich mit meinen dicken Stiefeln nicht einmal merke wie sanft oder heftig ich auf den Bremshebel trete und ich muss derweil auch noch die Maschine in Balance halten, die beim langsamen rollen nicht von alleine aufrecht bleiben will. Ich kämpfe mit dem Gleichgewicht und meiner rechten Hand mißlingt das "Gefühlvolle" 

Es schießt mir in den Kopf, dass ich womöglich ein Handicap habe. Ich bin Linkshänder ... Ja klar ... Meine rechte Hand hat ungefähr die Feinmotorik eines Braunkohlebaggers ... irgendwie funktioniert sie schlicht digital ... Ich habe sie mein Leben lang überwiegend dazu benutzt um Dinge fest zu halten und weniger, um feinfühlige Bewegungen zu machen. Ich kann mir mit Rechts nicht einmal die Zähne putzen ohne mich dabei zu verletzen oder das ganze Gesicht zu schrubben ... und jetzt? ... ein halben Zentimenter zuviel gezuckt und meine Braunkohlebaggerhand lässt die Vorderradbremse einrasten 

Die Maschine quittiert das mit einem heftigen und spontanen Kippversuch. Nur mit Glück und viel Kraft verhindere ich, dass ich unter dem Motorrad liege. Hölle, stell ich mich vielleicht an ... Brain overload ... ein einziger Eiertanz.

Ok, ok, ok ... so langsam ahne ich worauf ich mich da eingelassen habe ... keine Ahnung wie es Anderen geht, vielleicht ist das ja am Anfang genau so, vielleicht bin ich auch einfach kein Naturtalent oder vielleicht liegts auch am Alter ... ich weiß es nicht, aber ich weiß Eins .. das wird mich noch Nerven kosten.

Gegen Ende der Fahrstunde bin ich durch mein ungelenkes Handling mit der schweren Maschine bereits wieder schweißgebadet. Bevor es nach Hause geht, darf ich dann aber doch noch eine Aufgabe 'antesten', die ich in der nächsten Fahrstunde, werden üben müssen ... nunja, Abwechslung kann nie schaden. Probieren wir mal was geht.

Auf dem Asphalt sind mehrere Kreise aufgemalt. Ein Kleiner und ein Größerer außenrum. Praktisch wie ein Kreisverkehr und direkt daneben nochmal Was jetzt kommt ist klar wie Kloßbrühe ... da "rumfahren" Mal in einem Kreis rechts herum, mal im anderen links herum und sicher auch mal ne Acht denke ich mir ... HA !! fast richtig

Die nächste einfache Aufgabe lautet, im Kreis rumfahren ja, aber bitte mit deutlich erkennbarer Schräglage, mit angemessener Geschwindigkeit UND im 2.ten Gang .. was ich mit einem Fahrrad spielend beherrsche, wird mir gleich mit dem Motorrad erneut den Schweiß auf die Stirn treiben.

Ich habe einfach Schiss, dass die schwere Maschine umkippt. Wer ein Motorrad im Stand einmal ein wenig zur Seite neigt, merkt sofort wie schnell das Teil umfällt. Wie eine Weinflasche, die man auf den Kopf stellt und andozzt.

Um genau dass während der Fahrt zu verhindern, gibt es nur einen Trick. Ich darf dabei nicht zu langsam sein. Immer dran denken, ein sich drehendes Rad will sich aufrichten ...  Das Motto dieser Aufgabe heißt also, die Maschine in die Schräglage 'drücken', (es heißt tatsächlich so). Den Kopf unbedingt in Richtung Kreismitte drehen und dahin kucken wo man hinfahren möchte und natürlich das ganze nicht zu langsam ... also 'gefühlvolle' Gas geben.

Mit meiner rechten Digitalhand will es mir einfach nicht gelingen 'feinfühlig' am Gasgriff zu drehen, ihn mal nur ganz soft wenige Millimeter zu bewegen oder ihn konstant ruhig zu halten, wenn das Tempo stimmte .. stattdessen hoppelte ich mehr oder weniger wie ein Karnickel vorwärts. Ich fuhr zu langsam, dann drohte ich umzukippen, dann fuhr ich zu schnell und die Kreise wurden riesig. Ich fuhr Ostereier, Ellipsen, Vielecke, Fraktale aber keine Kreise und die Schräglage ... nunja ... sagen wir mal ... sie war erbärmlich. Links rum ging garnicht, rechts herum etwas Besser. Irgendwann musste ich stehenbleiben und hatte Lust hysterisch loszulachen. Im Grunde war es schon sehr lustig wie man sich anstellen kann, wenn man etwas ganz Neues lernen will, etwas zum ersten Mal machen soll und sich dabei anstellt, wie der erste Mensch.

Es war keine Frage, bevor ich auf den Verkehr losgelassen werden kann, muss ich diese simplen Grundfahrübungen können und das werde ich schon schaffen.  Ich muss halt nur üben und es dauert, solange wie es dauert. JEDER muss Sie lernen und später in der Fahrprüfung zeigen.

Die Tatsache, dass Ivo dabei ziemlich gelassen blieb, ließ mich außerdem ahnen, dass er solche Kandidaten wie mich wohl schon öfter gesehen hatte. Alles war gut.

Sonntag, 27. April 2014

Die erste Fahrstunde ...

Wir schreiben den 04. März 2014, Planet Erde, Sternenzeit 16:45 .. endlich war es so weit. Nachdem der leidliche Theorieunterricht abgehakt war, stand dem Beginn des Fahrunterrichts nichts mehr im Weg. Nichtmal 4 Wochen, nach meiner Anmeldung im Februar, ging es los. Ich sollte meine erste Fahrstunde absolvieren und das hieß auch, ich konnte meine neue Montur einweihen. Hurra.

Es hatte wohl etwas von Robocop, einem Cyborg, halb Mensch halb Roboter, als ich ein wenig hölzern zur Fahrschule stapfte. Eingepackt in meine, mit Protektoren bestückte Ausrüstung, dem zusätzlich gegen die Kälte gefütterten Nierengurt, schwarzen Leder-handschuhen, meinem Shark Integral Helm unter dem Arm, schweren Stiefeln und breitschultrig wie ein Schrank. Kinder fingen an zu weinen und Mütter holten Ihre Töchter von der Straße ... tja, geschmeidig abrollen mit Motorradschuhen geht einfach nicht so wirklich gut.

Der Empfang war herzlich und Ivo mein Fahrlehrer fackelte auch nicht lange mit Vorreden und Erklärungen. Bei strahlendem Sonnenschein und 10°C nahm ich hinter meinem Fahrlehrer auf einer Kawasaki ER6N Platz. Mir fielen die zusätzlich rund herum angebrachten Sturzbügel auf. Am Lenker, am Motor, hinten am Sitz, vermutlich ja sowas wie Stützräder beim Fahrrad ... ob ich Sie brauchen würde, würde ich schon noch früh genug erfahren. Zumindest konnte ich mich aber jetzt erst einmal an ihnen festhalten und schon ging es auf die Straße.

Ich sollte die Füße auf den Fußrasten behalten und mich nach Möglichkeit nicht mit in die Kurve legen ... ok, das krieg ich hin. So bemühte ich mich beim Bremsen nicht an seinen Helm zu dozzen, blieb aufrecht sitzen und alles war schick. Alleine beim Mitfahren kam dann tatsächlich schon so etwas wie Vorfreude auf ... was aber auch jetzt nicht sooo überraschend war, da ich tatsächlich vorher NIE Motorrad gefahren war. Ja, es ist wahr ... ich war lediglich mit 17 Jahren mal irgendwo bei einem Mädel aus meiner Berufsschulklasse auf einer Yamaha SR500 mitgefahren, das weiß ich wohl noch, aber an das Gefühl konnte ich mich nach so vielen Jahren nun wirklich nicht mehr erinnern.

Der Übungsplatz, auf dem alle Fahrschüler die Grund-fahrübungen lernen, war nicht der große Parkplatz vor dem Olympia Stadion, wie ich angenommen hatte. Es war der Platz des 4. Juli, weit im Süden von Berlin in Lichterfelde. Er wurde nach dem Datum der amerikanischen Unabhängig-keitserklärung benannt und vor dem Fall der Mauer flankierten diesen Platz amerikanische Kasernen. Es wurde auf Ihm exerziert und marschiert und es fanden auch Paraden statt. Aber das ist auch schon wieder über 25 Jahre her. Wie die Zeit doch vergeht.

Weit weniger bekannt ist, dass es sich bei diesem Platz, der rund 400m lang und 70m breit ist (ungefähr so groß wie 4 Fußballfelder), um eine Fläche der Germania Planungen aus der NS Zeit handelt. Man mag es kaum glauben, aber in der Zeit des Dritten Reichs war dies ein Probeabschnitt des "Dritten Rings". Ein äußerer Ring, der die Reichshauptstadt umschließen sollte. Was für eine verrückte Geschichte. Jetzt ist es ein Platz auf dem Fahrschulaspiranten der Umgang mit dem Motorrad beigebracht wird.

Ich hatte wohl in all den Jahren schon öfter daran gedacht meinen Motorradführerschein zu machen, aber meißt war die Lebenssituation einfach ungünstig und ich hatte ohnehin nie das Geld. Außerdem plagte mich jedesmal wenn ich daran dachte, die große Sorge, wie man mir überhaupt das Schalten, Kuppeln und Bremsen beibringen würde. Ich hatte da so meine Bedenken, ob ich das feinmotorisch überhaupt packen würde. So irgendwie alles gleichzeitig tun. Da es aber so viele können, würde ich es wohl auch lernen ... hoffte ich. 

Noch nicht wissend, was mich erwarten würde, saß ich also nun, ziemlich mitten auf diesem großen Platz, relativ gelassen auf meiner Fahrschulmaschine, hatte beide Beine sicher auf dem Boden und lauschte aufmerksam den Ausführungen von meinem Fahrlehrer.
Ich sollte erstmal nur "gaaanz" gefühlvoll (gefühlvoll war ein geflügeltes Wort) vorsichtig die Kupplung kommen lassen, ich würde dann schon spüren, wenn das Motorrad losrollt .. das war der linke Hebel am Lenker, erstmal ohne dabei am Gasgriff zu drehen. Einfach immer nur mal ein paar Meter langsam rollen, dann wieder die Kupplung ziehen, mit dem Hebel am rechten Griff abremsen, linken Fuß wieder abstellen, damit man nicht umkippt ... die Aufgabe klang irgendwie nicht so schwer.

Also ... erstmal links den Kupplungshebel ziehen und festhalten, klar soweit ... dann den Startknopf rechts am Lenker drücken, was die Maschine mit einem freundlichen Brummen quittierte ... nun mit dem linken Fuß auf den kleinen Hebel treten und damit den ersten Gang einlegen ...  *Tschack* und die Motorrad machte einen kleinen Ruck ... ok, jetzt stieg der Puls ... ehrlich mal Leute, mir haben die Hände gezittert, so aufregend fand ich das. Da brummelten immerhin 72PS zwischen meinen Beinen. Ich brauchte eine Menge Gehirnzellen und konzentrierte mich auf meine linke Hand .. langsam ließ ich den Hebel los ... und Oh Wunder .... das Motorrad begann zu rollen .. Waaahnsinn ! !

Ganz schön albern.

Schnell die Kupplung wieder anziehen, die Bremse mit dem Hebel am rechten Griff "gefühlvoll" ziehen (was mir nicht gelang, aber dazu ein anderes Mal mehr) ... und das Motorrad hielt wieder an. Jetzt nur noch einen Fuß abstellen und ich stand wieder. Mission succeeded. Diesen Vorgang übte ich nun immer und immer wieder ... Anrollen, Anhalten, Anrollen, Anhalten, Anrollen, rumkippeln, Anhalten  .. irgendwann war der Platz auch zu Ende und ich musste die ersten Kurven fahren. Ein hoch auf die Physik und ein Hoch auf den gyroskopischen Effekt. Ich freute mich wie ein kleines Kind, dass das funktionierte. Das Motorrad rollte, immerhin 200kg schwer, fiel nicht um,  ich fiel auch nicht um, alles war gut.

Gegen Ende der ersten Fahrstunde durfte ich dann auch mal in den 2.ten Gang schalten und langsame große Runden auf dem Platz drehen, auch schon mal ein wenig schneller ... so mit wahnsinnigen 25km/h ... was eine Freude. Die Einstiegshürde war übersprungen.

So leicht oder banal wie das womöglich für Viele klingt, so anstrengend war es dann doch für mich, sich auf ein völlig neues Gefährt zu konzentrieren, was irgendwie doch nicht so wirklich was mit einem Fahrrad gemein hat. Nach 50min war ich dann auch froh, dass wir wieder zurück zur Fahrschule fuhren. Unter meine Kombi war ich klatschnass geschwitzt und das obwohl wir frische 10°C hatten ... Angstschweiß? ... gut möglich ;-)

Samstag, 26. April 2014

Dat is mir zu theoretisch

Seit einer gefühlten Ewigkeit muss jeder Führerschein Aspirant am Theorieunterricht teilnehmen und Keiner kann sich davor drücken. D.h. bevor es an das Fahren geht muss die Schulbank gedrückt werden ... ich weiß zwar nicht, ob das in allen Fahrschulen so ist, aber in der Fahrschule Ivo ist es so. 

12 Doppelstunden sind Pflicht ... na toll ... glücklicherweise bin ich aber im Besitz von einem Joker ... seit 1989 stolzer Besitzer eines PKW Führerscheins, demzufolge brauche ich nur die Hälfte der vorgeschriebenen Theoriestunden absolvieren. So erlaubt es das Gesetz. Was für eine Erleichterung ... 6 Doppelstunden plus eine weitere Doppelstunde Motorrad Special müssen es aber dennoch sein, die ich in der Fahrschule absitzen muss. Am 11.02 Februar beginnt schon der Unterricht und in 3 Wochen, wird das Thema durch sein ... also los.

Brav finde ich mich nun jeden Dienstag und Donnerstag um 19:00 in der Fahrschule ein, die ich nach einem kurzen Spaziergang von ein paar Minuten erreiche. Ich setze mich an einen, für die wenigen Anwesenden, viel zu großen Tisch, auf dem ein Spieleteppich liegt, mit vielen kleinen Autos und Verkehrsschildern. Ist vielleicht ja doch die Spielecke von IKEA ... eine Handvoll, etwas unsicher dreinschauender bzw. an den Nägeln kauender Jugendlicher, denen die Pubertät noch im Gesicht geschrieben steht, verteilt sich ebenfalls ... die, die nicht an den Nägeln kauen, haben Ihr Handy in der Hand ... oder Sie tun Beides ... Witzigerweise kommt mir da doch der alte Schwarz-Weiß Schinken "Die Feuerzangenbowle" von 1944 in den Sinn ... Die Handlung, ein erwachsener Schriftsteller, gibt sich als Jugendlicher aus und besucht nochmal als Pennäler die Oberstufe und wirbelt dort, den nach Jungen und Mädchen getrennten, Schulalltag durcheinander.  Damals köstlich von Heinz Rühmann gespielt, übernehme ich alter Sack nun die Rolle des 'Schöölers' Hans Pfeiffer ...  "Pfeiffer mit 3 F .. eins vor dem Ei und 2 danach" .. nur als Jugendlicher werde ich wohl nicht mehr durchgehen ...

Ivo unser Fahrlehrer, kommt aus Kroatien, er sitzt bereits neben seinem Beamer am Frontende des Tisches, vor sich ein, nach meinem Empfinden viel zu dicker, aufgeschlagener Ordner mit Theorieunterlagen. Ivo lebt seit 1991 in Deutschland. Er ist nicht sehr groß und ein klein wenig untersetzt. Sein Händedruck ist kräftig und sein Gesichtsausdruck immer freundlich. Seine bereits etwas dünneren Haare verraten, dass er auch schon etwas älter sein muss. Es gibt eine kurze freundliche Begrüßung und schon geht es los. Bereits nach wenigen Minuten, in denen ich aufmerksam seinen Ausführungen über diverse  Verkehrsvorschriften gelauscht habe, wird klar, dass er die Straßenverkehrsordnung sicher auswändig gelernt. Er zitiert aus Ihr wie Zeugen Jehovas aus der Bibel, die Fachbegriffe der deutschen Behördensprachewie z.b. das Wort "Räumungspfeil" oder "Vorfahrt gewääähren" ... kommen spielend über sein Lippen, wärend mein Verstand die Auswanderung vorbereitet .. ich überlege ob man manche der Begriffe auf die Liste der Foltermethoden setzen sollte. Besonders erschwerend kommt hinzu, dass die deutsche Grammatik nicht wirklich Ivos Stärke ist .. sein Satzbau ist, höflich umschrieben, oft etwas ungelenk und häufig beginnt er Sätze, von denen er nicht mehr weiß, wie er Sie beenden soll .. sein kroatischer, etwas ans Russische erinnernde Dialekt runden den Vortrag ab. Dieser nette Mix aus falschem Deutsch, einem staubigen Behördenvokabular wird einen schöne Herausforderung.

Immer wieder purzeln ein paar Geschichten aus seinem Leben zwischen die Erklärungen aus dem Straßenverkehr und so erfahren wir, dass er mittlerweile 54 ist, ursprünglich als Kranführer nach Deutschland gekommen ist und eine erfolgreiche Karriere als Fahrsicherheitstrainer beim ADAC hinter sich hat. Direkt hinter meinem Stuhl steht aufgebockt eine fette Rennmaschine im Schaufenster .. eine Kawasaki Ninja ZX-10R .. das Renneisen hat mal eben 200 Pferdestärken ... es ist natürlich Ivo Seine. Wenig überraschend werde ich viel später feststellen, dass er ohne Zweifel, verdammt gut fahren kann. Irgendwie kann man das ja auch erwarten.

Letzlich überstehe ich alle Theoriestunden unverletzt, amüsiere mich sogar hin und wieder über die lustigen Fragen der jungen Menschen, die ich in dem Alter vermutlich auch gestellt hätte und ab und zu beteilige ich mich sogar mit klugen Bemerkungen. Wenn man schon dabei ist, kann man auch mitmachen, ist mein Motto.

Als nächstes werde ich mir ne App auf mein Handy und ne Lernsoftware auf mein PC zimmern um die lächerlichen 800 Theoriefragen zu lernen, von denen man in der theoretischen Prüfung 20 gestellt bekommt .. ich vermute mal, Sie werden mir nicht sagen, welche 20 das sind .. Schade eigentlich 

Donnerstag, 24. April 2014

Wat is ne Bandana?

Da hat man vielleicht endlich ein Bike, Coolness-Faktor 1000, die dazu passende Hammerausrüstung, man sitzt auf seinem Bock und sieht mit aufgesetztem Super-Stylo-Helm aus wie ein Kreuzritter der Moderne oder die Reinkarnation von Lord Vader ... nur wem nützt das, wenn man nach einer Motorradtour seinen Helm absetzt um das Oberstübchen auszulüften und immer noch so aussieht wie Lord Vader ... auch ohne Helm.

Es war ein Kreuz, jedesmal wenn ich den Helm nach  90min. Fahrschulunterricht absetzte, sah ich aus wie ein frisch geborenes Kalb .. mit dem einzigen Unterschied, dass ich nicht blökte .. die Haare klebten durchgeschwitzt und angeklatscht an der Stirn und die Frisur sah aus als ob ich eine nasse Kleisterbürste auf dem Kopf hätte. Das ging garnicht.

Na toll .. der Coolnessfaktor war total im Eimer ... alleine die Vorstellung ließ mich schaudern. Da fährt man mit seinem dunkelmattschwarzen Lowrider mit der fetten und dumpf brabbelnden V-Twin Engine vor, der Pöbel staunt und glotzt teils neidisch, teils erfurchtsvoll ... aber dann setzt der Ritter der Moderne seinen Helm ab und? ... *bäääm* ... ein Spast .. Neeee .. das war ein Problem ... und eine Lösung musste her.

Der Versuch, die Haare vorher mit Gel oder Haarwachs in eine unzerstörbare Form zu bringen, scheitert schon daran, da man den Kleister ja auch am Ende nicht im Helm haben will zumal die Kombination aus Helm und Haarwachs garantiert die Haarpracht auch in eine unansehnliche Form presst. So geht es also nicht.

Wie wärs mit abschneiden ? ? ... modische Kurzhaarfrisur eben .. aber sollte das wirklich die Lösung sein? Haarschneidemaschine auf 3mm eingestellt, ein paar mal kreuz und quer über die Rübe gefahren und fertig is die schicke Knastfrisur. Ist es das? Wohl kaum. Es kann nicht sein, dass man als Motorradfahrer wie ein Insasse aus der JVA Moabit, Block12 aussieht ... Nein, mein gesunde Portion Narzismus rebellierte gegen diese Vorstellung ... wenn andere das können, von mir aus ... mein Selbstwertgefühl, würde den Würdeverlust nicht ertragen. Wer will schon aussehen wie ein frisch geficktes Huhn?  .. nun, außer einem Huhn vielleicht. aber das konnte es also auch nicht sein. Was noch .. ?

Langwachsen lassen, bis man alles streng nach hinten kämmen kann, dann ein schicker Zopfgummi, geklaut von der liebsten Tochter und fertig ist die Helmfrisur? ... Hust ... ok`, also im Ernst Leute ... seien wir ehrlich, das steht zum einen auch nicht jedem, besonders wenn man sein Haar auch mal 'offen' trägt ... und vor allem stehen die Mädels auch nicht alle auf langhaarige Biker.

Letzlich eine Erleuchtung .. Wie war das in den Roadmovies? .. Momentchen mal, Easy Rider .. oder kürzlich "Wild Hogs" mit John Travolta .. Was ist das was die da auf dem Kopf haben? .. meißtens ja Nichts, wie in Amerika so üblich .. aber hin und wieder ein Jethelm .. und dann noch etwas ... so eine Art .. "Kopftuch" ... Jonny Depp hat sowas getragen, Piraten tragen sowas ja sowieso und Motorradfahrer offenbar auch ... alles harte Jungs ... Ich brauchte auch sowas ... Google ist dein Freund und nach wenigen Mausklicks wusste ich, wonach ich gesucht hatte ... Das  Zauberwort war "Bandana"

Im Grunde ist eine Bandana nichts weiter als ein großes Stofftaschentuch mit mehr oder weniger stylischen Muster oder auch oft vorzugsweise mit Totenköpfen im allen Formen und Größen bedruckt ... wenige Momente später fluteten "Kopftücher" in allen Farben und Mustern über meinen Bildschirm und ich musste mich nur noch entscheiden, welches ich bestellen wollte. Da ich das wegen der großen Vielfalt einfach nicht konnte, welcher Mann weiß schon, welche Farben einem steht und man für ein 40x40cm großes Stück Stoff nichtmal 2€ bezahlen sollte bestellte ich kurzerhand einfach ... ein paar mehr.

Die Zeit bis zur Lieferung der begehrten Kopfbedeckung verbrachte ich u.a damit mir Tutorials auf YouTube anzuschauen, wie man denn dieses Taschentuch in eine coole Kopfbedeckung verwandelt. Schien kein Hexenwerk zu sein ... und nach wenigen Tagen stand ich dann auch, die Hände voll mit bunten Tüchern, glücklich vor dem Spiegel ... ein bißchen zwirbeln und rumfummeln ... ein erwartungsvoller Blick in den Spiegel .. uuund ... mmmh? .. irgendwie hab ich Ähnlichkeit mit einer OP Schwester ... nun ... nicht so wirklich supergeil, was wohl auch an meiner Rübe lag aber es sah auch nicht ganz so Schei... aus, wie die angeklatschten Haare .. ok, der Knaller wars zwar nicht aber immerhin wurde es dann mit Sonnenbrille zum Glück doch besser. Grund genug es mit der Bandana versuchen.

Im übrigen ... sofern man das Tuch auf dem Kopf lässt, sitzt nach einer längeren Tour der Scheitel immer noch wo er mal ursprünglich war ... aber nimmt man das Tuch ab ... angeklatscht bleibt angeklatscht ... als Empfehlung bleibt dann nur noch ... Glatze .. oder .. wenn man den Helm absetzt .. einfach die Bandana auflassen.

.. vielleicht braucht ja jemand nen OP Assistenten :-D




Donnerstag, 17. April 2014

Die Ausrüstung

Nachdem es mit der Entscheidung den Motorrad Füherschein zu machen mal eben so hoppla-hop ging und von der Idee den Schein zu machen bis zur Unterschrift auf dem Ausbildungsvertrag, nur 2 Tage vergangen waren, musste als Nächstes eine komplette Montur her. Ohne Helm und die entsprechenden Klamotten konnte ich ja nicht antreten .. Wie sich schnell heraus stellen sollte, würde es eine doch nicht ganz so leichte Aufgabe werden, die mich letzlich gut 10 Tagen ziemlich beschäftigen sollte.

Die Schwierigkeit bestand darin, dass ich kein unbegrenztes Budget zur Verfügung hatte, wer hat das schon und auch nicht nur "einfache Schutzkleidung" brauchte / wollte .. Mein primäres Ziel war .. Der Coolnessfaktor musste stimmen ... Einmal ein Poser, immer ein Poser !

Das alle Motorrad Klamotten den Zweck erfüllen würden, für den Sie hergestellt werden, nämlich den Fahrer so gut es geht zu schützen .. davon ging ich aus, naja ... manche schützen sicher etwas besser als Andere .. aber grundsätzlich schützen Biker Klamotten, also konnte ich die ganzen "praktischen" aber oft wenig attraktiven Klamotten ausblenden und hielt Ausschau nach den coolen und vor allem bezahlbaren Klamotten. Auf mehr wollte ich nicht achten.

was mir die Auswahl nicht gerade erleichterte, waren die vielen freundlichen Menschen, Freunde, Bekannte, die alle unaufgefordert beratend Spalier standen und hilfsbereit sein wollten. Jeder erzählte mir seine Version, worauf ich doch achten müsse und was ich unbedingt kaufen müsse und so erfuhr ich von ganz tollen Geschäften weit, weit im Norden Berlins, für die ich schon alleine eine Tagesreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gebraucht hätte, um Sie zu erreichen. Dann hörte ich Geschichten von Windkanälen, in denen man Helme testen könnte, ob denn so ein Helm bei Tempo 130 auch immer noch gut klingt, ich hörte von ganz spezieller High-Tech Kleidung, in der man bei genauer Betrachtung dummerweise, beinahe so einfältig ausgesehen hätte, wie ehemaliger DDR Volkspolizist ... Jacken uns Hosen, die sich mit Reisverschlüssen verbinden lassen und vermutlich den Versuch kacken zu gehen, in eine Odyssee verwandeln würden, ich hörte von beheizbaren Socken und schweißabsorbierender Unterwäsche *boaah* .. Leute .. ich hatte eigentlich nicht die Absicht, die Arktis zu durchqueren oder den Weltraum zu bereisen .. merkt Ihr was? Es geht ums "geil aussehen" ist das alles verloren gegangen .. nun, ich beschloss höflich zu lächeln und die sicher gut gemeinten Ratschläge nur perifär zu betrachten ... was lediglich eine höfliche Umschreibung für totales ignorieren war. Ich wollte keine Wissenschaft aus der Auswahl machen, es war meine Kohle, die erste Montur würde ich eh nicht ein Leben lang verwenden und wenn dann wollte ich sowieso meine eigenen Fehler machen.

Bei meiner Auswahl ging ich erstmal davon aus, dass ich wohl, wenn überhaupt ein Schönwetterfahrer auf einem Chopper werden würde, obwohl ich das natürlich nicht vorher mit Gewissheit sagen konnte .. aber ich nahm es einfach mal an und konnte somit spezielle Thermoklamotten oder Rennkombis links liegen lassen. Nötigenfalls würde ich eben auf den Zwiebellook zurückgreifen.

Meinem Alter entsprechend wollte ich unbedingt etwas in Richtung Oldschool .. also eine Lederjacke, aber auf keinen Fall Countrylike und schon garnicht mit Nieten, Totenkopf und/oder Fransen ... no way .. auch keine halblange Altherren Jacke, womöglich mit einem Gürtel um die Taille, die einen, wenn man den Gürtel zusammenzog aussehen lässt, als würde man ein Röckchen tragen ... Beim Helm war ich mir ziemlich sicher, es sollte ein Jethelm werden, passend zum Oldschool Look, einer mit cooler Fliegerbrille. Tagelang durchforstete ich Webseiten von diversen Anbietern im Web und in Berlin. Unter anderem von


Das Angebot war riesig und die Preise teilweise ebenso, mitunter hat ein Überangebot eben auch so seine Nachteile. Hinzu kam, dass man nahezu astronomische Summen hätte ausgeben können. Nach ein paar recht langen Tagen und vielen Stunden im Web, lichtete sich der Dschungel, ich wusste immer besser was ich wollte und was nicht und nachdem ich reichlich Helme bestellt (und auch wieder zurückgeschickt hatte) und ich ein gutes Dutzendmal diverse Händler besucht hatte und meine Meinung mindestens 10x geändert hatte, hatte ich schlussendlich mein Outfit zusammen. Jacke, Helm, Hose, Stiefel, Handschuhe, Regenhose, Schal .. alles mit Protektoren, regendicht, abrieb und wetterfest.

Fairerweise muss ich der Ehrlichkeit halber an dieser Stelle zugeben, dass ich ohne meine süße Freundin nicht nur länger gebraucht hätte sondern vielleicht auch mal schnell verzweifelt wäre. Es hilft ungemein, wenn jemand hinter Dir steht und sagt "Nee, dat geht ganich .. zieh aus" 

Letzlich war ich trotz großzügigem Fahrschüler Rabatt, mal eben knapp 1000€ ärmer, allerdings wohl auch deshalb weil ich mir ein kleines Extra Bonbon leistete. Ein kleiner Schnitzer der mich 250€ zusätzlich kostete, ich hätte also auch mit 750€ dabei sein können ... Fakt: "Eine Motorradprüfung darf man nur mit Integralhelm fahren" ... dummerweise erfuhr ich das, NACHDEM ich mir einen geilen Jethelm mit Fliegerbrille gekauft hatte. NA TOLL .. Den wollte ich aber nicht mehr hergeben und so musste ich mir also einen 2. Helm kaufen. Glücklicherweise schimmeln die Dinger nicht und meine Freundin hat schon signalisiert, dass Sie Ihn dann haben will.

Na das fing ja gut an. Mein Budget für Alles ... 2500€ ... das war die Summe, die mir Ursula geliehen hatte .. das hieß ... 1500€ blieben jetzt für Gebühren und die praktische Ausbildung ... man ahnt es schon .... eine Summe, die am Ende nicht reichen würde ... 

Dienstag, 15. April 2014

Meine "Schein-Projekte"

Ein Projekt ist ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten, Produktions- und Arbeitsbedingungen, Personal) und Qualität ein Ziel zu erreichen.[1]
Na wenn das so ist ... die letzten Jahre waren geprägt von einigen, für mich sehr bedeutenden Projekten und hinter mir liegen einige, für meine bescheidenen Maßstäbe, wirklich große Herausforderungen. Es waren keine irrsinnigen Dinge, wie die Wüste Gobi zu Fuß zu durchqueren oder den Ärmelkanal zu durchschwimmen, aber ich glaube ich kann behaupten ... niemals zuvor hatte ich freiwillig in so kurzer Zeit, so viel gelernt.

Mein "neues" Leben, was 2007 nach der Trennung von meiner Frau begann, war und ist es auch heute noch, geprägt von permanenter, oftmals nahezu unerträglicher Geldnot. Das hinderte mich nicht daran, zumindest die kleinen Summen, die ich erübrigen konnte, in mich selber zu investieren. Etwas kaufen, das Geld für einen schmalen, low cost Urlaub ausgeben, was sollte mir das bringen, es wäre doch zu wenig gewesen .. alles wäre nur vergänglich gewesen, lediglich kurzweilige Unterhaltung ... Das wollte ich nicht ... und eines war glasklar ... "Ob ich etwas tat oder nicht, die Zeit würde auf jeden Fall vergehen" .. ich würde älter werden, so oder so, also wollte ich meine Zeit nutzen.

Eines mal gleich vorneweg .. diese Geschichte begann ungefähr 2010 und ich hatte zu keiner Zeit einen Masterplan ... nur ein paar Ideen, ein paar schon ziemlich betagte Träume, reichlich kleine und größere Wünsche .. und ich hatte eine 20 Jahre alte Kaffeetasse meines Arbeitgebers Betasystems, auf der stand "Finish what you start". Ich stellte meine Tasse schon seit Jahren nicht mehr in die Spülmaschine, das Dekor begann schon zu verblassen und so spülte ich sie Tag für Tag von Hand, damit das Dekor nicht abging. Jeden Morgen las ich bewusst oder unbewusst dieses Motto .. manchmal gedankenverloren starrte ich am Frühstückstisch auf meine Tasse und irgendwann formte sich daraus ein Gedanke ... wenn dann, dann war Sie verrückterweise meine Motivation. Sie und meine Träume, die mich immer mehr drängten. Eine Tasse diente als Katalysator und zusammen mit meinen Träumen formte Sie den Antrieb, der mich dazu bewog, etwas zu verändern ... auch wenn es sich nicht von Beginn an gut anfühlte, weil auch ich Angst vor Veränderungen hatte .. aber ich fühlte mich förmlich getrieben von dem Gedanken, mich neu zu erfinden, egal ob ich nun das Geld dazu hatte oder nicht und ich hatte irgendwann im Jahr 2010 wohl beinahe sowas wie einen enthusiastischen Moment, dass sich nun etwas verändern würde. Am Ende ist es tatsächlich so einfach ... "Wenn Du willst, dass etwas passiert, dann tu etwas"

Manche Träume waren schon alt und ich wusste eigentlich garnicht mehr ob ich Sie noch wollte .. aber wenn ich das herausfinden wollte, dann musste ich es eben tun ... egal wie ... ich würde  ganz sicher nicht ärmer werden ... nun finanziell schon, aber Veränderung ist doch letzlich immer eine Bereicherung. 

Zwei Dinge standen von Beginn an fest .. Entschlossenheit siegt d.h. wenn ich es wirklich wollte, würde es mir gelingen Zweitens, was auch immer ich tat, es sollte sich lohnen.

Mein bisheriges Leben war durchaus, sagen wir mal "ereignisreich" aber in Wahrheit, doch wohl eher das eines Durchschnittsnormalos. Das heißt ich war schon Mitte 40 und hatte im Grunde nichts von der Welt gesehen ... Der Drang zu entdecken, war über Jahre gewachsen und ich wollte unbedingt 'irgendwann', wenn sich die Gelegenheit bieten würde, noch einmal viele "Dinge tun", etwas sehen, etwas erleben .. was auch immer das sein würde.

Aber was braucht man dazu, abgesehen von dem Willen es zu tun .. In Wahrheit eigentlich nicht viel.  Ein Ziel ist wohl das Eine .. aber und das ist genauso wichtig ... man muss ausreichend fit bleiben. Etwas was Viele wohl außer acht lassen und plötzlich physisch garnicht mehr in der Lage sind, Ihre Träume noch zu leben. Sie wollen es dann plötzlich nicht mehr. Aber was nützt es, wenn ich ganz toll irgendwas kann, aber zu krank bin es noch zu tun, wenn es endlich so weit ist.

Ich durfte also auf keinen Fall meinen Sport unterbrechen, den ich schon seit Jahren regelmäßig absolvierte. Ich durfte Ihn nicht reduzieren oder weglassen. Er würde den Takt vorgeben und würde für die körperlichen und im Grunde auch geistigen Voraussetzungen sorgen und auch mein Selbstbewusstsein stärken. Was auch immer ich tat, ich würde also mein Leben und meine Aktivitäten um meinen Sport herumstricken ... 

Ich möchte das hier schon an dieser Stelle vorweg nehmen ... es gab etliche Grenzen, die ich erreicht habe, Grenzen die nur ich selber mir gesetzt hatte und die ich verändern konnte. Aber ich habe all die Jahre durchgehalten, habe diszipliniert und schwer durchtrainiert, ich habe mich nicht gedrückt und ich habe einen Körper, der sich sehen lassen kann und einen gesunden Geist behalten, der in Ihm wohnt .. obwohl ich mir heute fast sicher bin, dass meine Freundin, einen weitaus größeren Anteil am Erfolg hatte, als mein Sport. Ohne Ihre Liebe, ich weiß ich nicht, ob ich es geschafft hätte.

Es kann losgehen .. ich habe also ein Ziel, ich bin fit ...  was noch? .. 

Wenn es soweit ist, dass ich den Unterhalt nicht mehr zahlen muss, wenn ein finanzieller Spielraum plötzlich Türen öffnet, die bislang verschlossen waren ... Wie wäre das? ... Dann könnten sich doch womöglich ein paar Fähigkeiten als nützlich erweisen, die mich dabei unterstützen, die Welt zu entdecken.

Wie heißt es so schön? .. "zu Wasser, zu Lande und in der Luft" .. 

Sicher geht das auch Alles ohne .. ganz einfach zu Fuß, mit dem Rad, per Bahn, man lässt sich 'transportieren' .. aber genau das war der Kick, ich wollte mehr  .. und ohne einen bestimmten Grund, wollte ich damit bis zu meinem 50 Geburtstag fertig sein .. was auch immer danach kommt, Bis zu meinem 50 möchte ich an meinem Ziel sein.

Somit waren alle Kriterien erfüllt, die den Namen Projekt rechtfertigen auch wenn es vielleicht etwas abgehoben klingt ... 

Niemand muss natürlich irgendetwas tun und auch ich muss im Grunde GARNICHTS tun, ich kann auch einfach dasitzen und abwarten, bis sich meine finanzielle Situation endlich mal verbessert ... ich bin anders ... "Warum klettert man auf einer Berg? Weil er da ist und man es kann" .. Ich wollte schlicht ein paar Führerscheine erwerben, Einen um Boot zu fahren, einen um ein Segelflugzeug zu fliegen und einen um Motorrad zu fahren .. damit kann man ganz sicher was anfangen .. Spaß haben auf jeden Fall.

Natürlich wusste ich das Alles nicht als ich mit dem Sportbootführerschein begann. Ich war endlich beschäftigt, in meinem Leben passierte endlich wieder etwas und ich lernte brav Motorboot fahren, nautische Begriffe und Segeln. Wenden und Halsen, Aufschießer, an- und ablegen. Alles in einer kleinen motorisierten Nußschale und in einer kippeligen Jolle. Dazu kam zuerst Theorieunterricht .. und dann wochenlang diese unsägliche Theorie lernen, lernen, lernen. Hunderte von Fragen lernen und dann wieder Segeln üben ... Nach gut 4-5 Monaten (es zog sich leider, wegen schlechten Wetters) die theoretische und praktische Prüfung. Etliche Geschicklichkeitsaufgaben im Motorboot und in der Jolle mussten gezeigt werden. Aufgeregt wie Sau, aber letzlich eine Formsache .. Ein paar Hundert Euro ärmer aber erfolgreich .. ich hatte den Schein in der Tasche und darf seit dem zu Wasser alles fahren, was bis 15m lang ist selbst wenn es 500PS hat. Na immerhin auf Binnengewässern. 

In der Luft .. Ein richtiger Pilotenschein ist nicht nur während der Ausbildung teuer, auch die Folgekosten sind extrem hoch, Drachenfliegen ist spannend aber man muss üblicherweise immer irgendwo hinauf, wo man wieder runterspringt, aber ich habe kein Auto ... also was blieb. Mein alter Traum vom Segelfliegen. Der Segelflugschein kostete mich 2 Jahre. Soviel wie ich dafür lernen musste, habe ich mein Leben lang nicht gelernt .. inklusive einem englischen Funksprechzeugnis, um am internationalen Flugfunkverkehr teilnehmen zu dürfen, was alleine 5 Monate in Anspruch nahm aber ohne ein BZF bekommt man keinen Flugschein. Ich habe nie zuvor so konzentriert und so ausdauernd auf ein Ziel hin gearbeitet. Es waren 7 Theoriefächer, 1 Wintersemester Ausbildung an der TU. Tausende an Fragen, komplexe Navigationsberechnungen, Luftrecht und Meteorologie. Die Praxis erforderte unzählige Starts und das erlernen von komplizierten Flugaufgaben. Praktisch jedes Wochenende von April bis Oktober nach Neuruppin und üben, üben, üben. 2 Jahre lang. Hinzu kam natürlich die Beteiligung am Vereinsleben, freiwillige Arbeitseinsätze im Winter in der Werkstatt ... aber Sommer 2013 ... Ziel erreicht. Ich darf Segelflugzeuge fliegen. So lange ich will und so hoch und so weit ich eben komme.

Zu Lande .. klar einen Autoführerschein habe ich seit 1989. Es geht aber nun nicht mehr darum, um nur von A nach B zu kommen .. Es geht um das Erlebnis zu fahren, um die Bewegung zu spüren, das fahren selbst soll Erlebnis und Abenteuer sein. Das erlebt man eben nur auf einem Motorrad. Nachdem meine Freundin erst kürzlich Ihren Motorradführerschein gemacht hatte und mit einer Yamaha Virago durch die  gegen brummte, wuchs auch bei mir der Druck und vor allem lief mir doch meine Zeit davon.

Es begann damit, dass mein langjähriger, guter Freund und Arbeitskollege Eric einen neuen Dienstwagen bekam. Wir beschlossen also eines Tags in der Mittagspause spontan eine kleine Runde, um den Block zu fahren, um das neue Fahrzeug zu bestaunen und zufällig führte uns die kleine Spritztour zu Harley Davidson, was nicht weit von unserer Arbeit lag. Die Maschine faszinieren mich schon lang und da war Sie wieder *Bäääämm* diese Leidenschaft für solche Maschinen ... aber ich hatte ja keinen Führerschein dafür und auch keinen Cent, um Ihn zu machen, letzlich kommt ja auch noch die Ausrüstung dazu .. aber die aufgeflammte Begeisterung, setzte womöglich meine Kreativität frei und wie durch ein Wunder ... plötzlich war er da der Gedanke, wie ich es finanzieren könnte .. denn das hielt mich ja bislang vom umsetzen ab. Mein Kredit den ich seit meiner Scheidung mit monatlich 116€ abzahlte, lief ja bald aus .. diese monatlichen Zahlungen machten mich eigentlich völlig fertig, Sie nahmen mir quasi die Luft zum leben .. aber ich würde einfach einen neuen Kleinkredit aufnehmen und die Summe eben weiterbezahlen .. ich würde es schon irgendwie schaffen und ich würde dann immerhin für etwas zahlen was ich mir schon immer wünschte und was mir für viele Jahre Freude bringen würde.

Meine Ursula bot mir an, das Geld vorzuschießen, bis ich einen neuen Kredit aufnehmen konnte und am nächsten Tag am 10.02.14 saß ich bereits in der Fahrschule Ivo und unterschrieb den Ausbildungsvertrag. Es konnte losgehen.

Davon, wie es mir in der Fahrschule, während meiner Ausbildung erging und warum es überraschend zur schwersten Prüfung werden sollte .. davon später mehr.