wie leicht es doch ist Geld auszugeben. Man kann es für iPhones, Flachbildglotzen, Navis im Auto, schnelle PCs oder anderen elektronischen SchnickSchnack hergeben, man kann Kohle bei Kreuzfahrten am reichhaltigen Buffet verheizen, Knete im Tiefschnee loswerden, eine schicke Breitling Superuhr ans Handgelenk zaubern oder sich eine neue Küche anschaffen. Geld für die Großen, die offensichtlichen Dinge auszugeben, ist also nicht wirklich eine Kunst . . . . wenn man genügend Geld hat. Was aber machen Leute wie ich, die eigentlich für garnichts Geld haben und die das Wenige festhalten müssen, wonach böse Rechnungen permanent die Finger ausstrecken. Mein Zaster ist wech bevor ich Ihn in den Händen halte. Ich komme nichtmal in die schwarzen Zahlen, wenn das Gehalt auf meinem Konto ist, ich will aber auch Spass haben, will wissen warum ich überhaupt von 9 bis 5 im Büro sitze, das habe ich doch verdient . . . Meine Empfehlung, man soll es wie mit einem Pflaster machen, zieht man es langsam und vorsichtig ab, tuts weh. Besser ist es also es schnell und zackig zu tun. Und so gehts.
Ich brauche ein paar Boutiquen, meine beste Freundin, Ihre fast erwachsene Tochter und gut Laune, die ich zumn Glück sowieso (fast) immer habe. Ich falle also Samstag morgens um 07am aus dem Bett. Duschen, rasieren, ein leichtes Frühstück, Tasche packen, in die öffentlichen Verkehrsmittel springen und bis nach Lichterfelde Ost fahren. Dort wohnt nicht nur meine Freundin in der Nähe, es gibt dort auch noch einen richtigen Bäcker, mit eigener Backstube und einer Auslage, wie Sie im Schlaraffenland nicht schöner sein könnten. Seine Backwaren sind so verführerisch und superlecker, dass ich bereitwillig mein letztes Hemd für Splitterbrötchen, Brioches, frische Croissants, Weizengriessbrötchen, Zimtschnecken oder andere Leckereien ausgebe. Mit zwei prallgefüllten Tüten verlasse ich den Laden, gerüstet für ein großartiges Frühstück, welches die Grundlage für die spätere Shoppingtour bilden wird. Ein paar Meter weiter betrete ich den Supermarkt, um alles für meine Spezialpizza einzukaufen. Quasi als Belohnung will ich uns nach der erfolgreichen Shoppingtour eine leckere Pizza "Vegetable Quadro formaggio 'al Larsone" backen. Frische Champignons, Basilikum, Tymian, irischer Cheddar, Mozarella, bunte Paprika, Tomaten, das wird super . . . Für Leckereien, die den Gaumen verwöhnen gebe ICH gerne ein paar Euro aus. Das Zubereiten ist eine Wonne und das Genießen der Köstlichkeiten sowieso. Da ich meine Damen nicht mit leeren Händen besuchen will, taumel ich schlußendlich bepackt mit Taschen und Einkäufen in den nächsten Blumenladen. 5 duftende Rosen für meine liebevolle Freundin und Ihre reizende Tochter sind auf jeden Fall angemessen und werden den Frühstückstisch bereichern. Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon mal ungefähr die ersten 50 Euro los obwohl der Tag noch keine 4 Std. alt ist und es hat noch nicht wehgetan. Ein guter Start . . .
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