Übergewicht, private Probleme, Ziellosigkeit . . . das waren nur einige Gründe, die mich vor vielen Jahren zum Läufer gemacht hatten . . . jeder Tag an dem ich lief war ein einziges Entdecken von Möglichkeiten, war ein ausloten von Grenzen und geprägt vom hinausschieben dieser Grenzen. Was so oft geschildert wurde, war tatsächlich wahr. Ich konnte meinen Problemen davonlaufen, Sie fielen von mir ab, Sie verloren an Bedeutungsschwere und es schien, dass ich mit jedem Schritt dem Boden und mir selber wieder näher kam. Ich gewann an Ruhe und Gelassenheit, wurde ausgeglichener, zufriedener , mutiger, selbstbewusster . . . mit jedem Volkslauf füllte ich mein Ego bis zum Rand und das Gefühl alles erreichen zu können wuchs. Mein Äußeres veränderte sich, Kleidergrößen schrumpften und mein Gang wurde aufrechter. Auf diese nicht wirklich geplante Phase der Selbstfindung folgte eine Phase von immer ehrgeizigeren Zielen und Zeiten. Über alle möglichen Distanzen von 5km bis hin zum Marathon stellte ich persönliche Bestzeiten auf und frei nach dem Motto "Erfolg ist planbar" strebte ich von mal zu mal neue persönliche Rekorde an. Das es nicht unendlich so weiter gehen würde, sickerte nach einigen Verletzungen aber so langsam in mein Bewusstsein. Den Trainingsaufwand bis ins Unendliche steigern konnte nicht das Ziel sein. Was tut man, wenn man sich selbst gefunden hat,? wenn man seinen Probleme erfolgreich davongelaufen? ist bzw. entspannter mit Ihnen umgehen kann? Was, wenn man sein Wunschgewicht und alle persönlichen Rekorde erreicht hat? Aufhören? Nicht mehr laufen? auf dieses Gefühl des Fliegens verzichten? . . . Ja, richtig gelesen. Laufen kann wie fliegen sein. Der Mensch kann fliegen und die Kunst besteht nur darin, sich auf den Boden zu werfen aber eben daneben . . . so fühlt es sich an. Einen Verzicht konnte ich mir nicht vorstellen . . .
Über ein halbes Jahr habe ich nun beinahe ganz darauf verzichtet . . . zu Beginn fiel es mir sehr schwer. Es zu lassen war schwerer als mit dem Rauchen aufzuhören, aber mit der Zeit entwöhnt man sich dann doch. Die Erinnerung verblasst allmählich und mein erfolgreiches Krafttraining mit dem Gewichts- und Muskelzuwachs sorgte für eine neue Zufriedenheit . . . ich konnte laufen und das nur noch zum Vergnügen, wann ich wollte, gänzlich unambitioniert . . . wenn das Wetter schön war.
Nun bemüht sich meine Freundin seit einiger Zeit Ihre Figur zu optimieren und sucht nach dem richtigem Weg. Einige Versuche waren von Erfolg gekrönt, nur leider nicht von Dauer. Sie sportet, achtet auf die Ernährung aber die erhofften Fortschritte bleiben mittlerweile aus. Unerheblich, ob es an den Genen und dem Stoffwechsel oder an persönlichen Gründen liegt. Nun soll eine Kombination aus Allem den gewünschten Erfolgt. Wir bauen das Laufen in Ihre Bemühungen und Aktivitäten mit ein und schauen mal, ob man dadurch etwas erreichen kann . Selbstverständlich begleite ich Sie. . . .
Ich trabe also neben Ihr her. Mein Puls, der sich normalerweise beim eigenen Training um 140 beats per minute einpendelt, geht kaum über 110. Könnte er doch mit Leichtigkeit auch über 160 Schläge pro Minute. Bei 8km/h klebe ich locker und leicht an Ihrer Seite, plaudere etwas vor mich hin, versuche Sie hin und wieder abzulenken, ab und an ein kleiner Sprint über 100m, dann wieder ein paar Schritte gehen, ich versuche ein wenig Abwechslung einzustreuen und Sie macht alles tapfer mit obwohl Sie über Beschwerden klagt. Wir wollen 40 min. laufen und mit fortschreitender Dauer fällt es Ihr schwerer. Ich spüre das und weil ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die Kräfte langsam schwinden, halte ich meine Klappe, um nicht zu nerven. Sie hält durch, was sollte sie auch sonst tun, wir müssen ja auch wieder heim . . . Der Wind ist eisig, nähert sich in Böen einem Sturm und weil ich leicht schwitze fröstelt es mich. Für ein paar Meter ziehe ich selber das Tempo an, lasse meine Beine einfach laufen, Sie tun es von alleine und ich spüre die Leichtigkeit. Da ist es wieder für ein paar Augenblicke . . . das Gefühl vom fliegen
Über ein halbes Jahr habe ich nun beinahe ganz darauf verzichtet . . . zu Beginn fiel es mir sehr schwer. Es zu lassen war schwerer als mit dem Rauchen aufzuhören, aber mit der Zeit entwöhnt man sich dann doch. Die Erinnerung verblasst allmählich und mein erfolgreiches Krafttraining mit dem Gewichts- und Muskelzuwachs sorgte für eine neue Zufriedenheit . . . ich konnte laufen und das nur noch zum Vergnügen, wann ich wollte, gänzlich unambitioniert . . . wenn das Wetter schön war.
Nun bemüht sich meine Freundin seit einiger Zeit Ihre Figur zu optimieren und sucht nach dem richtigem Weg. Einige Versuche waren von Erfolg gekrönt, nur leider nicht von Dauer. Sie sportet, achtet auf die Ernährung aber die erhofften Fortschritte bleiben mittlerweile aus. Unerheblich, ob es an den Genen und dem Stoffwechsel oder an persönlichen Gründen liegt. Nun soll eine Kombination aus Allem den gewünschten Erfolgt. Wir bauen das Laufen in Ihre Bemühungen und Aktivitäten mit ein und schauen mal, ob man dadurch etwas erreichen kann . Selbstverständlich begleite ich Sie. . . .
Ich trabe also neben Ihr her. Mein Puls, der sich normalerweise beim eigenen Training um 140 beats per minute einpendelt, geht kaum über 110. Könnte er doch mit Leichtigkeit auch über 160 Schläge pro Minute. Bei 8km/h klebe ich locker und leicht an Ihrer Seite, plaudere etwas vor mich hin, versuche Sie hin und wieder abzulenken, ab und an ein kleiner Sprint über 100m, dann wieder ein paar Schritte gehen, ich versuche ein wenig Abwechslung einzustreuen und Sie macht alles tapfer mit obwohl Sie über Beschwerden klagt. Wir wollen 40 min. laufen und mit fortschreitender Dauer fällt es Ihr schwerer. Ich spüre das und weil ich weiß wie es sich anfühlt, wenn die Kräfte langsam schwinden, halte ich meine Klappe, um nicht zu nerven. Sie hält durch, was sollte sie auch sonst tun, wir müssen ja auch wieder heim . . . Der Wind ist eisig, nähert sich in Böen einem Sturm und weil ich leicht schwitze fröstelt es mich. Für ein paar Meter ziehe ich selber das Tempo an, lasse meine Beine einfach laufen, Sie tun es von alleine und ich spüre die Leichtigkeit. Da ist es wieder für ein paar Augenblicke . . . das Gefühl vom fliegen
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