Die Muskeln, die ich trainieren und zum Wachstum anregen will, bleiben (nahezu) die Gleichen, ich wechsel also zum einen Teil die Übungen aus und ich ändere auch die Anzahl der Sätze und auch der Wiederholungen. Seit dem 23. Februar werden deshalb jetzt in den nächsten 10 - 12 Wochen die folgenden Muskeln trainiert. Rücken und Brust, Beine, Po, Schultern und Bauch und damit es nicht langweilig wird . . . jede Muskelgruppe mit nur EINER Übung a' 7 Sätze. Der erste Satz ist ein Aufwärmsatz und dann nehmen bei jedem neuen Satz die Anzahl der Wiederholungen ab und das Gewicht was es zu bewegen gilt nimmt zu. Sowas nennt sich dann ein Pyramidensatz. Beim breiten Rückenmuskel dem Lattissimus bedeutet das z.B. Ein Aufwärmsatz mit 20-25 Wiederholungen, dann ein Satz mit 10 Wiederholungen, der Nächste 8, gefolgt von 4, nur noch 2, wieder 6 und im letzten Satz nochmal 10 Wiederholungen. Jedesmal versuche ich ein Gewicht zu wählen welches mir auch nur die jeweilige Anzahl an Wiederholungen ermöglich, die ich durchführen soll.
Bei 2 Wiederholungen heißt das MAXIMALKRAFT ! ! ! Mit dieser Art des Trainings versuche ich meinen Muskeln beizubringen alle Muskelfasern einzusetzen, damit auch alle zum Wachsen angeregt werden und nicht nur ein Teil. Es ist eine erbarmungslose Übung, eine hohe Belastung für die Gelenke und beim Bankdrücken lernt man z.B. so Einiges über Schwerkraft. Alleine die Scheiben, die auf der Langhantel liegeb, die ja selber schon 20kg wiegt, sehen bedrohlich aus. Wenn man dann unter Ihr liegt und versucht die Hantel aus der Halterung zu heben, ist die gesamte Stützmuskulatur des Oberkörpers aufs Äußerste gespannt. Bereits hier versucht Panik und Verzweiflung von einem Besitz zu ergreifen, weil der Verstand Alarm meldet, dass man das Gewicht nicht bewegen könne. Ein Fahrstuhl würde stehenbleiben. Alleine das langsame Absenken der Hantel erfordert eine enorme Kraft, weil man sich ja nicht die Hantel auf die Brust fallen lassen kann. Wenn die Hantelstange dann auf dem Brustkorb angekommen ist, beginnt ein erbarmungsloser Kampf gegen die Schwerkraft. Die Sekunden werden zu gefühlten Stunden, die Arme zittern, man darf nicht vergessen weiterzuatmen und presst die Luft durch die zusammengekniffenen Lippen. Würde man das nicht tun, bestünde die Gefahr, das Adern platzen, schlimmsten Fall im Kopf . . . langsam gewinne ich gegen die 90kg schwere Hantel und als Sie oben ist, währt das Glücksgefühl nur Augenblicke, denn der Kampf beginnt von vorne . . . es sollen 2 Wiederholungen werden . . . und diesmal ist der Kampf noch härter, weil der Muskeln nach der ersten Belastung schon kapitulieren will. Man muss sich wirklich auf seine Muskeln konzentrieren, der Mensch ist ein mächtiges Tier und wir können viel leisten, wenn wir es wollen. Teilweise scheint es so als würde man es nicht schaffen, der Kopf muss auch mitmachen und man muß wirklich mit allem kämpfen was man hat. Es ist sinnvoll diese Übung mit einem Partner durchzuführen, der für den Fall hinter einem stehen sollte, dass man den Kampf womöglich nicht gewinnt. Ich gewinne aber heute und schaffe mit ein wenig Unterstützung mit der 9okg Hantel auch noch eine Dritte Wiederholung. Als ich aufstehe rast mein Herz und der Schweiß läuft mir an den Schläfen herab.
Diese Pyramidensätze mache ich für alle genannten Muskelgruppen, bis auf den Bauch. Den trainiere ich normal mit den verschiedenen Übungen, die man eben so machen kann. Nach 2 Stunden fühlen sich meine Arme nur noch wie Pudding an, die Beine sind zittrig von den Kniebeugen und ich bin für den Moment fix und alle. Zum Lachen und rumlästern reichts aber immer und ich kann mir beim Weg in die Umkleide nicht verkneifen ein paar Kumpel zu fragen ob heute Kindergeburtstag ist oder Yoga für Frauen weil Sie hier sind. Ich bekomme natürlich die passenden Antworten und die Anstrengung der letzten 2 Stunden sind bei dem Gelächter schnell vergessen. Hoffentlich gibt das morgen einen schönen Muskelkater, Freitag ist dann wieder etwas Kraftausdaer angesagt und nächsten Mittwoch machen wir das mit den Pyramidensätzen gleich nochmal . . . weils so schön war.
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