Freitag, 6. März 2009

Hoffnung

Es ist vollbracht . . . abgesehen von dem Unterhalt für meine Kinder, den ich eh noch wenigstens 10 Jahre werde zahlen müssen, habe ich gestern meiner Ex-Frau eine (die letzte) Riesensumme (für meine Verhältnisse) überwiesen und ich habe meine, alles entscheidende Steuererklärung abgegeben . . . jetzt heißt es warten und hoffen.

Ist das Ende der langen Talfahrt gekommen? Beginnt die Wende? . . . Sie muß einfach kommen. Seit beinahe 2 Jahren wehre ich mich gegen den Abstieg, kralle ich mich mit den Fingernägeln in Granit. Alles, nur nicht abrutschen, alleine mein Stolz will es verhindern.

Bislang konnte ich trotz allem Verzicht und mit allen Anstrengungen den Fall nur bremsen aber nicht aufhalten und auch nicht umkehren . . . das könnte sich nun ändern. Es muss sich ändern ! Ich bin am Ende meiner Möglichkeiten. Jetzt ist keine Luft mehr. Lediglich ein paar Dinge aus längst vergangenen Tagen, kann ich noch versteigern. Es wäre ein letztes Gefecht. Modellbautrödel, der kaum noch etwas bringen wird. Mein Konto ist am Anschlag . . . "Rien ne va plus" "Nichts geht mehr" Feierabend . . . Schicht

Ich wusste, dass es nach meiner Trennung nicht einfach werden würde. Alles war mit dem spitzen Bleistift grechnet und es war von vorneherein klar, dass Extras nicht möglich sein würden. Mir war bewusst, dass ich fallen würde aber ich habe an mich und meine Fähigkeiten geglaubt, habe daran geglaubt, dass ich mich vor dem Aufschlag fangen würde. Jetzt wird es aber doch sehr knapp und das kostet enorme Nerven.

Zumindest fühlt sich meine Lebenssituation ehrlich an. Ich musste und habe Prioritäten gesteckt, üerflüssiges über Bord geworfen, da war vieles dabei, was für die meißten Menschen wohl normal ist, worauf die wenigsten verzichten wollen, aber ich hatte keine Wahl und das was wirklich für mich persönlich wesentlich war, dafür hat es gereicht.

Neue Klamotten gingen nicht, Urlaub sowieso nicht, wenn etwas kaputt ging konnte ich es nicht ersetzen . . . aber ich konnte meinen Kindern hin und wieder eine Freude machen, Weihnachten mit Ihnen war schön, ich habe etwas für meine Sport abzweigen können, hin und wieder war ein Kinobesuch drin. Der Verzicht auf diese Dinge hätte ohnehin nicht viel mehr gebracht außer Frust oder Depressionen.

Es ist mir Schnuppe wie kitschig es klingt . . . Geld oder wertovller Besitz . . . ich habe weder das Eine noch das Andere . . . aber jemanden der mich lieb hat.

Man kann zwar von der Liebe nicht leben (es sein denn man verkauft seinen Körper) . . . aber Sie gibt dem Menschen Halt, Zuversicht und Hoffnung . . . Sie sorgt dafür, dass man nicht aufgibt und das tue ich auch nicht.

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