Dienstag, 24. Februar 2009

Alltag . . .

Meine persönliche Finanzkrise führt dazu, dass ich mich seit fast 3 Wochen primär von schlichten Grundnahrungsmitteln ernähren muss . . . Nudeln, Kartoffeln, Reis, Haferflocken, Milch. Kohlenhydrate eben . . . Mangelerscheinungen bekommt man davon sicher nicht aber um ehrlich zu sein kann ich so langsam Haferflocken zum Frühstück nicht mehr sehen *baaaah* ein schönes Frühstück mit Orangensaft, Brötchen, Croissants, Aufschnitt, Käse, Marmelade, ein Jogurt, etwas Obst . . . vielleicht ein paar Rühreier mit Speck . . . ja, das wäre toll. Naja, immerhin hat es doch auch seinen Reiz, wenn man sich auf sowas ansich ganz Normales noch freuen kann. Im März gönn ich mir das, ganz bestimmt ! . . . das heißt erst will ich meinem Sohn eine Geburtstagstorte backen, eine Schokoladentorte wünscht er sich und ein Geschenk braucht er ja auch noch. Er wird schließlich 16, das ist schon was. Anfang April hat dann meine Lisa Ihren 12. Geburtstag, Sie wünscht sich auch vom Papa eine schöne Geburtstagstorte . . . in Herzform hat Sie gesagt. Klar, dass ich Ihr den Wunsch erfülle, Sie bekommt so viele Herzen wie Sie sich wünscht . . . vielleicht muss ich dann meine Haferflocken doch noch etwas länger essen.

Gestern habe ich aber nun endlich mit meinem neuen Trainingsplan angefangen, der 2. Tage in der Woche Kraftausdauer betont und an einem Tag auf Masseaufbau ausgerichtet ist. Ich bin sehr gespannt, was es bringt und werde mein Körper gewicht kritisch im Auge behalten. Etwas skeptisch beginne ich mit den Übungen. Pro Muskelgruppe gibt es nur noch 2 statt 3-4 Übungen und auch nur 2 Sätze anstatt 3-4, dafür aber mit 2x 15-20 Wh. bzw. soviel Wiederholungen wie eben gehen und der Kick ist, es sind auch nur max. 1-2min. Pause gestattet ! ! ! ! Da seit Tagen die Heizung im Studio ausgefallen ist, empfiehlt es sich ohnehin ständig in Bewegung zu bleiben, damit einem nicht kalt wird . . . also los gehts. Als erstes eine fliegende Übung, Kurzhantel Butterfly auf der Schrägbank. Der Puls und die Atmung beschleunigt sich doch recht schnell und als ich zur 2. Übung den Liegestützen wechsel merke ich bereits, dass die kommenden 60min. ein Spass werden. Im 1 Satz. mache ich 40 Liegestütze, nach gut 1 1/2 min. Pause (muss ja auch ein wenig zu Atem kommen) gehen im 2.ten Satz dann nur noch 34 WH. Die Muskeln haben in den kurzen Pausen kaum Zeit zum regenerieren. Egal, alles was geht . . . es folgen Rudern aufrecht, Latzug (bzw. Klimmzüge), Beinstrecker, Beinbeuger, Trizeps, Bizeps und Bauch uuuund Schluss ! ! ! (es sind dann doch 80min. geworden weil ich es mir nicht verkneifen konnte teilweise doch 3 statt 2 Sätze zu machen). Der Pumpeffekt ist recht nett, ich bin etwas außer Atem, erhole mich aber schnell und schließe den ersten Trainingstag zufrieden ab. Am Mittwoch ist Massetag mit Pyramidensätzen.



Zuhause verbringe ich noch etws Zeit vor dem Rechner, um an den 40 Jahre alten Babyfotos weiter zu arbeiten. Die Bilder mit denen ich zufrieden bin lade ich in ein Webalbum auf Google Picasa hoch. Das fertige Album wird eine schöne Erinnerung werden. und es gibt noch mehr Fotoalben, die man auf diese Weise digital archivieren kann.


Gegen 1 bin ich dann endlich so müde, dass ich ins Bett gehe und schlafen kann. Alleine schlafen ist doof . . . .

Sonntag, 22. Februar 2009

Auf der Stelle laufen . . .

Auch wenn ich heute nicht mehr ambitioniert an Volksläufen teilnehme, kann ich selbstverständlich nicht auf das Laufen verzichten. Laufen entspannt und schafft eine Balance zwischen Körper und Geist. Man kann sich praktisch Probleme und Stress weglaufen auch emotionale Tiefen schmerzen nicht mehr so doll, wenn man erstmal in den Laufschuhen steckt und die Straße unter den Füßen spürt. Bei allen psychologischen Effekten ist Laufen selbstverständlich auch sehr wichtig um sein Herz-Kreislaufsystem gesund und fit zu erhalten und wenn man es regelmäßig macht, um sich überflüssige Pfunde abzutrainieren. Leider ist es mit der Straße heute nichts. Die Wetterkapriolen der vergangenen Tage, habe die Fußwege in matschige Schlitterbahnen oder Wege voll rutschigem Kies verwandelt auf dem das Laufen auch kein großes Vergnügen ist. Bei 4°C könnte man wunderbar draußen laufen aber die Weg verleiden es mir. Stattdessen fahre ich ins Sportstudio und stelle mich auf ein Laufband. Das ist weit weniger langweilig als Viele womöglich denken. Natürlich, wenn ich 2 Stunden darauf mit konstantem Tempo laufen würde, würde mir auch ein Ei aus dem Kopp fallen aber mitunter muss man selbst auch das tun, wenn es darum geht, sich auf einen Lauf vorzubereiten und das Wetter garnicht mitspielt. Mit Musik im Ohr ist es schon mal halb so schlimm und unser Band hat den enormen Vorteil, dass es konstant unter unseren Füßen wegrollt und wir praktisch nur die Beine anheben müssen. Es ist als viel leichter auf dem Band zu laufen als auf der Straße. Um diesen Effekt zu kompensieren, laufe ich auf dem Band nur mit 1% Steigung, was dann schon eher dem Laufgefühl und der Anstrengung auf Asphalt entspricht. Ausgerüstet mit etwas stillem Wasser, Technobase.FM im Ohr und einem Handtuch beginne ich mit 9 km/h ganz locker so zum einlaufen, nach 5 min. wechsel ich das Tempo auf 11 km/h für weitere 5 min. , reduziere wieder auf 9 aber diesmal mit 2% Steigung, um nach weiteren 5min. ohne Steigung mit 10km/h zu laufen. Ich wechsel also alle 5min. entweder das Tempo und/oder die Steigung und so vergeht eine Stunde wie im Flug. Da mir der Fahrtwind fehlt steige ich am Ende klatschnass vom Band, lege mir mein Handtuch um die Schultern und dehne mich erstmal in aller Ruhe bevor ich zufrieden unter die Dusche gehe. Das waren mal eben locker 600kcal. wenn nicht mehr . . .  ich kann Zuhause also nochmal richtig schlemmen ohne fetter zu werden *grins* 

ein paar Mausklicks später . . .

Bevor nun diese wunderbaren Erinnerungen auf ewig verblassen, habe ich damit angefangen, alle Aufnahmen mit einem Scanner zu digitalisieren, somit erstmal den Verfall zu stoppen und die Bilder dann am PC aufzufrischen. Im Grunde brauche ich Sie nur noch in einem Webalbum archivieren und selbst meine Kinder werde dann ewig Ihren Dad in Erinnerung behalten (wenn Sie denn möchten). Das ganz ist kein Hexenwerk und wenn man nun nicht ganz ungeschickt ist und sich irgendeine Software zur Fotobearbeitung hernimmt, dann kann man mit wenigen Mausklicks ein erstaunliches Ergebnis zaubern, was dann so aussieht, wie auf dem Bild hier links. Natürlich macht sich die Arbeit auch nicht von alleine, aber sowas macht mir mehr Spass und ist denke ich auch 1000x sinnvoller als sich Dr.House oder einen anderen Shice in der Flimmerkiste anzusehen.

Aus alt mach neu . .


Es ist schon beachtlich was die moderne, digitale Bildver- und bearbeitungssoftware heute so alles leistet. Als einziges Erbe meiner Eltern bezitze ich ein paar alte Fotoalben. Der Einband ist aus dicken Karton und mit groben aber sehr weichem Stoff überzogen. Zwischen den ebenfalls kartonartigen Seiten befindet sich immer eine Seite aus Transparentpapier, um zu verhindern, dass die Fotos aufeinander kleben. Als ich 1964 auf die Welt kam hatten meine Eltern zu meinem Glück schon damals einen Foto-apparat nur leider war das Filmmaterial vermutlich nicht ganz billig und so gibt es viele Schwarz-Weiß Fotos aber auch einige Farbaufnahmen von mir. Die Qualität der Filme war damals noch nicht so gut und so haben manche dieser farbigen Aufnahmen die über 40 Jahre erstaunlich gut überstanden aber andere sind entsetzlich verblichen, vergilbt oder die Farben haben sich in einen einheitlichen Rot-Ton verwandelt.  Auf der Originalaufnahme hier links aus dem Jahr 1965 sieht man sehr deutlich den Zustand der Fotos wenn Sie eingescannt wurden. Der süße Wonnegnubbel mit den Pausbacken bin ich zu Weihnachten (auf dem Tisch liegt anscheinend ein Buch von Mary Poppins und das da links im Bild muß wohl ein Kicker sein :-)) . Ich war sicher ein glücklicher kleiner Zwerg.

Samstag, 21. Februar 2009

Surprise, Surprise . . .

Habe ich geschrieben, dass mein Leben zu wenig abenteuerlich ist . . . nunja . . . es genügt anscheind, einmal in Berlin mit dem Bus zu fahren, um doch mal wieder ein wenig Abwechslung zu haben. Die Stadt ist voll, an der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche wimmeln die Menschen nur so und der Bus in den ich einsteige ist rappelvoll. Es sind Doppeldecker Busse und als ich mich im Oberdeck hinsetze, fällt mir ein Gruppe Jugendlicher auf, die sich lautstark unterhalten. Als die Sitzplätze in der vordersten Reihe frei werden, stürmen Sie nach vorne und freuen sich und tauschen markige Sprüche aus. Als Zeichen Ihres Wohlbefindens, holt einer von Ihnen sein Handy raus und im nächsten Augenblick plärrt orientalische Musik aus dem Krepelphone. Da ich direkt dahinter sitze überlege ich meine Optionen, Schnauze halten und das Geplärre ertragen oder Stress riskieren. "Machst Du bitte die Musik aus, Du bist hier nicht alleine" sage ich. Es vergehen einige Sekunden, das Geschwätz hört nicht auf und ich werde ignoriert. "Was von dem Satz, mach die Musik aus, hast Du nicht verstanden?" frage ich deutlich, um klarzumachen, dass ich keinen Bock auf den Lärm habe.  Daraufhin dreht sich der Kleinste um, eine weiße Basecap im Nacken, Palästinenser Tuch um den Hals, "Was willsu?, Du Scheise-Arsch, Du hast nix su sagn Alder" . . . Kaum zu glauben wie sicher und wie übermächtig sich der Knirps in seiner Gruppe fühlt, schießt es mir durch den Kopp. Ich kann jetzt sitzenbleiben, mich von den Piepeln, die kaum älter als 13,14 Jahre alt sind vorführen lassen oder handeln. "Die Musik aus oder Du steigst aus" ist eine klar verständliche Ansage von mir und als beinahe erwartete Antwort bekomme ich so etwas in der Art wie "ich fi***e dein Mu***r, Du Hurensohn" In der nächsten Sekunde habe ich den strampelnden Kerl an seiner Jacke, der mich mit wüsten Beschimpfungen überschüttet und mir klarmachen will, er würde mich totschlagen . . . ich zerre Ihn von seinem Sitz, entschlossen Ihn aussteigen zu lassen.  Nur kurz zwischendurch . . . Sicher, ich müsste mich nicht provozieren lassen, ich könnte über den Dingen stehen, könnte der Klügere sein und mich nicht auf sein Niveau herablassen, ich könnte einem 13 Jährigen gestatten mich, meine Familie, meine Eltern zu verspotten und Ihm das Gefühl geben, dass er die Regeln machen kann  . . . ich könnte ein Weichei sein . . . ich könnte es auch mit reden versuchen . . . aber mal ehrlich, freiwillig würde er weder die Musik ausmachen oder gar aussteigen, das war mir schon klar. Wie auch immer, in dem Moment als drei seiner Kumpels sich ebenfalls mit mir 'auseinandersetzen' wollen, weil Sie wohl für die Musik waren, greifen auch schon 2 Sicherheitsmitarbeiter der Verkehrsbetriebe ein, die tatsächlich nur zufällig in diesem Bus mitfuhren.  Ich muss zugeben, dass ich nicht undankbar bin, weil KEINER der anderen Fahrgäste im Bus auch nur ansatzweise etwas unternommen hat. Nun aber steigt die ganze Clique unter lautem Protest aus, während Sie einen ganzen Schwall an Vulgärvokabeln auf alle und natürlich besonders auf mich auskippen.  Die Geschichte endet darin, dass der Busfahrer die Polizei verständigen muss, die nach wenigen Minuten mit 3  Wagen anrückt, um eine Schlägerei zu verhindern. Personalien von allen Beteiligten werden aufgenommen. Die Clique, die erst stiften gehen wollte kehrt tatsächlich  nochmal zurück, um zu sehen ob man mich nicht doch noch vermöbeln könnte und wird dabei ebenfalls von den Beamten gefasst.  Echte Helden . . . im Grunde kann ich von Glück reden, dass ich nicht ein Messer in die Rippen bekommen habe . . . vielleicht sagt mir ja mal jemand, was wir gegen so viel Unverschämtheit und Arroganz machen sollen

Freitag, 20. Februar 2009

Satisfaction . . .

Glücklicherweise bin ich von einer ernsteren Erkrankung verschont geblieben und innerhalb von 2 Tage habe ich mich von der kleinen "Unpässlichkeit" wieder erholt. Medikamente kann ich mir sparen, es geht mir auch so wieder gut und erleichtert begebe ich mich nach einem aufregenden und hektischen Arbeitstag wieder zum Sport. Der letzte Tag des alten Trainingsplans. Nach 12 Wochen ist es allerhöchste Eisenbahn, den Muskeln neue Reize zu geben. Zum letzten Mal Tag IV mit Schulter und Beintraining . . .  und . . . Finito

So ganz konkret kann ich nicht sagen, was es mir gebracht hat, denn ich habe zu Beginn nicht alle Maße aufgeschrieben. Aber das Ergebnis im Spiegel kann sich sehen lassen und auf der Waage stehen schon seit Wochen 85.5kg. Das war für mich mal ein wirklich bedeutender Wert. Hatte ich doch an diese Zahl die Hoffnung geknüpft, etwas ganz Besonderes zu erleben. Das ist zwar leider nicht eingetroffen, aber ich bin dennoch zufrieden. Ab Montag beginne ich einen neuen Plan mit den Schwerpunkten Masseaufbau UND Definition. Man könnte es auch das "Nur-nichts-verlieren-und-noch-ein-wenig-aufbauen-ohne-Fett-zu-werden" Programm nennen.

Ansonsten wünschte ich, ich könnte hier Tag für Tag die wildesten Sachen aufzählen. Mir von der Seele schreiben, was für ein ultra aufregendes Leben ich doch so führe und wie ich mit dem schnöden Mammon nur so um mich schmeiße.  Könnte ich doch anstatt "Geschichten aus dem Sportstudio", Geschichten schreiben von Erotik und Wollust. Ekstatische Abenteuer auf großen runden Betten mit langhaarigen Amazonen, von ausgehungerten Zwillingen oder von speziellem Zimmerservice mit einer schüchternen Französin, die mir Ihr Abgründe offenbart. Wie gerne würde ich klatschnasse Romane von unstillbarer Gier und Verlangen schreiben oder von frivolen Auschweifungen, lüsternen Fantasien, bebenden Körpern oder von wilden und hemmungslosen Sex auf dem Küchtentisch berichten . . . leider muss ich passen. Ich kann nichtmal mit lauem Schneewittchensex unter der Bettdecke dienen. Auch bei den anderen Komponenten, die so ein Abenteuer ausmachen könnten regt sich nicht viel . . . keine spannenden Poker oder anderen Glückspielereignisse, keine Geldscheine, die auf mich herabregnen . . . Auto? . . ebenfalls Fehlanzeige, nichtmal ein mickriger Twingo oder etwas in dieser Art. Megaparties mit Champagner der in Strömen fließt, wummernden Bässen und Promis die mir die Hand schütteln kommen auch nicht so wirklich in meinem Leben vor. Auch bei Thema Urlaub kann ich nicht von großartigen Erlebnissen in der Ferne berichten. Keine Krokodilkämpfe, keine Atlantiküberquerung, keine Erstbesteigungen von 8000.dern und auch keine Schatzsuchen in den Tiefen der Ozeane. Nichtmal Ballermann all-inclusive. Der letzte Urlaub war ein völlig verregnetes Wochenende in England.  Ein schweineteurer Kurztrip, der mein letztes nicht vorhandenes Vermögen verschlang und an einen echten Erholungsurlaub davor kann ich mich nicht mehr erinnern . . . mein Leben ist also ein echtes Feuerwerk an Normalität.

Dennoch, wer jetzt glaubt, dass ich in einem strunzlangweiligen Leben öde vor mich hinatme, irrt. Es gibt etwas wirklich Aufregendes, etwas ganz besonders Wertvolles, ein Quell übersprudelnder Ideen und unermüdlicher Lebensfreude . . . mich selbst

Donnerstag, 19. Februar 2009

Knockout . . .

kratzen im Hals, Husten, leichter Kopfschmerz . . . so kündigt sich wohl eine Erkältung an. Üblicherweise legt man sich für 2,3 Tage ins Bett oder eben auf die Couch, trinkt Tee, isst Obst, schläft viel, jedenfalls wäre das vernünftig. Schon alleine aus Rücksicht auf die Kollegen sollte man denen ohnehin die eigene Triefnase und Bakterien ersparen. Die haben auch Frau und Kinder Zuhause, die man nur mit anstecken würde, würde man in die Firma gehen einmal ganz davon abgesehen, dass man ja auch sooooo produktiv ist, wenn man krank in der Firma aufschlägt. Aaaaaber . . . was ist mit meinem Sport? Mit dem Split, den ich trainiere, werden die meißten Muskelgruppen nur einmal pro Woche richtig hart rangenommen (manche schon 2x) und wenn ich den ausfallen lassen . . .ich sehe mich schon als Würstchen vor dem Spiegel stehen . . . Ey Neeee, jetzt wo es gerade gut läuft und die Waage seit ein paar Wochen konstant 85kg anzeigt. Ich packe mich also Dienstag abends nach 3 Tassen Fencheltee mit 2 Decken auf meine Matratze . . . ein wenig schwitzen wird schon passen . . . dennoch fühlt sich Mittwoch früh mein Hals wie eine Käsereibe an, die Augen sind Dick und die Nase zu . . . na gaaanz toll. Is ganz sicher nur eine 'leichte unbedeutende Erkältung' denke ich, dusche mich, werfe 2 Paracetamol ein und ignoriere erstmal Alles. Unterwegs noch schnell ein Sprung in die Apotheke, Aspirin Complex und Halsschmerztabletten mit Ibuprofen . . . mit dem "Juhu" Pulver, den Tabletten und ein paar Tassen Kaffee baue ich mich den Tag über auf und latsche nach Feierabend hoch motiviert ins Studio . . . man gehts mir Prima . . . Na also, es war ja nix. Es geht los . . . Klimmzüge, Latzug, weit und eng Rudern . . . es läuft gut und die Leistung stimmt. Dann noch den Trizeps mit 3 Übungen a' 3 Sätzen mit 10-12 Wiederholungen plattmachen und auf der Speck-weg Bank Crunches und auf der Matte . . . es fühlt sich immer noch prima an. Nach dem Training einen Eiweißshake mit Whey Protein und Glutamin, das braucht der Körper nach intensiver Belastung und abends um halbneun bin ich Zuhause. Kaum das ich die Tasche abgestellt habe, wird mir aber dann doch plötzlich schwindlig, lustige bunte Sterne tanzen vor meinen Augen, mir wird kalt, die Knie wollen nicht stehenbleiben und ich lege mich gerade noch so hin . . . was isn loos, denke ich noch . . . nun . . . Donnerstag morgen09:00, 12 Std. später . . mein Bewusstsein meldet sich langsam wieder und ich habe nichts geträumt . . . mannoman . . . meine Beschwerden haben sich aber anscheinend auch verflüchtigt . . . musss ich jetzt sagen "nochmal Glück gehabt?" . . . vielleicht schon.

Montag, 16. Februar 2009

Geduld . . .

. . . ist die Fähigkeit warten zu können . . . oft wird gesagt, Geduld ist eine Tugend und die Tugend wiederum beschreibt dann im Grunde erstmal nichts weiter als den Besitz einer positiven Eigenschaft. Ich besitze sicher reichlich Eigenschaften, positive und wohl zweifelllos auch weniger positive . . . aber wenn ich eines nicht besitze ist es Geduld. Ich kann das garnicht . . . warten. Das ist sowas von Schlecht. Wo auch immer ich anstehen muss, ich leide und entscheide meißt spontan, dass ich das worauf ich warten muß, nicht mehr will und das meine Zeit zu kostbar ist, um zu warten. Ich verlasse dann die Situation. Nun gibt es leider genügend Gelegenheiten an denen man gezwungen ist zu warten, wenn ich das vorher weiß, kann ich mich darauf einrichten aber manchmal nützt selbst das nichts und die weniger positive Tugend Ungeduld gewinnt die Oberhand über mein Gemüt. Im Grunde passiert ansicht nichts weiter, als das ich dann schlecht drauf bin. Was dann dummerweise oftmals Menschen spüren, die es nicht verdienen und dann kommt zum "Schlecht drauf sein" auch noch Ärger hinzu. Ärger über einen unersetzlichen Verlust . . . Menschen, die das nicht verstehen, können ja gerne mal darüber nachdenken, das wir jeden Tag 86400 sek. von unserem Lebenskonto geschenkt bekommen. Wir können mit Ihnen anstellen was wir wollen, aber wenn der Tag um, verfallen die ungenutzten Sekunden und wir bekommen Sie nicht zurück. Menschen, die sich nun am Warten nicht stören, rechnen nie nach, wieviele wunderschöne Zeit das ist, die sie einfach in den Orkus des Universums spülen. Zeit in der man Leben könnte anstatt wie Weidevieh rumzustehen und auf etwas zu warten. Eine meiner positiven Eigenschaften . . . ich versuche niemanden warten zu lassen, weil ich weiß wie kostbar die Zeit ist. Ich will Sie nicht vergeuden. Die Meine nicht und auch nicht die von anderen Menschen, die mir am Herzen liegen . . .

Achja . . . natürlich habe ich heute trainiert. Brust, Bizeps und Bauch. 2 Std. oder 120min. oder 7200sek. . . . das empfinden sicher andere als Zeitvergeudung. Warten, geduldig sein, bedeutet also am Ende nur, dass man den Wert einer Sache mit den Sekunden aufrechnet, die man benötigt um es zu bekommen. Auf einen Menschen zu warten kann viele Sekunden wert sein. Sehr viele . . .

Toyboy . . .



So smart, wie auf diesem Bild würde ich schon gerne jeden Tag sein aber bei 5cm Schneematsch auf den Straßen (übereinander nicht nebeneinander), eisigen 0°C und vor allem mit nur 5 Std. Schlaf im Kopf bin ich heute nicht ganz so erfrischend drauf. Jetzt son Urlaub und genügend Taschengeld, würde sicher gut dazu beitragen, die Stimmung aufzuhellen . . . nu is aber erstmal Mittach . . . essen ist auch gut für die Stimmung

Versorgungsnöte . . .

Gleitzeit ist wie gesagt schon ziemlich cool und eine innere Uhr, die ganz entspannt tickt natürlich auch . . . nur alles hat bekanntlich 2 Seiten . . . wer bis Nachts unbedingt chatten muss und anschließend vor Glückseligkeit kaum schlafen kann, muss sich nicht wundern, wenn die innere Uhr sich DAS holt, was der Körper braucht . . . Schlaf. Trotz allem muss ich 40 Stunden pro Woche arbeiten. Das heißt wer um 09:30 in der Firma aufschlägt muß bis 18:00 arbeiten, um die 8 Std. plus 30min. Pause voll zu bekommen. Das heißt ich bin heute auch nicht vor 18:30 im Sportstudio, dort dann nicht vor 20:30 raus und dann auch nicht vor 21:00 Zuhause . . . abgesehen davon, dass ich dann ja schon fast wieder ins Bett gehen kann, muss ich mir nen Kopp machen, wie ich ich mir ungefähr 3000 kcal. für den Tag einpacke . . . das entspricht so ungefähr meinem Grundverbrauch plus 120min. Sportstudio. . . . zum Glück decke ich mich am Anfang des Monats immer mit H-Milch und Haferflocken ein, die sind gesund und man kann eine Weile davon leben. Es stehen auch noch so einige andere Kohlenhydrate auf meinem Regal, Kartoffelklöße, Milchreis, Vollkornreis habe ich auch noch aber die Vollkornnudeln sind jetzt schneller gekocht und mit einem Viertelliter Maggi Tomatensuppe dazu, bekommen Sie etwas Geschmack. Ich stopfe alles in meine Sporttasche, auch das Whey Proteinpuler von Ultimate Nutrition , um den Eiweissbedarf zu decken. Das ist natürlich nicht alles wirklich lecker, es fehlt das Gemüse, der Käse, das Fleisch . . . so wirklich ausgewogen ist es nicht, aber es wird reichen . . . es gibt Menschen auf der Welt, die von einer Handvoll Reis am Tag überleben müssen, dann werde ich es doch wohl erst Recht packen. Wichtig ist nur das der Körper kein Hungergefühl entwickelt, er würde sonst anfangen seine Fettdepots zu schützen und zuerst Muskeln abzubauen, die er nicht versorgen kann. Dann kann man sich das Training auch knicken. Ich muss also regelmäßig etwas essen und genau das werde ich auch erstmal tun . . . Frühstücken

Sonntag, 15. Februar 2009

Auslauf . . .

. . . ungewöhnlich ruhig ist es heute morgen vor meinen Fenstern. Üblicherweise wird mein sonntäglicher Morgen von unsäglich kläffenden Kötern gestört , die irgendwelche alten Menschen hinter sich her zerren. Wenn sich dann mehrere solcher unerzogenen Pinscher auf der Straße begegnen, wird gekläfft was das Zeug hält. Je kleiner die Töle umso agressiver das Gebelle. So eine Teppichratte versucht vermutlich fehlende Größe durch mehr Gekeifeauszugleichen. Ist das bei den Menschen nicht ähnlich ? . . . ich denke mal nicht darüber nach . . . was solls . . alte Menschen wollen auch nicht alleine sein und suchen Gesellschaft. Warum es aber so ein Sche...köter sein muss is mir schleierhaft . . . reicht nicht nen Wellengesicht oder ne Muschi . . ich ziehe mir meine Trainingsanzug an, setze ne Wollmütze auf und gehe mit meinen guten dunkelschwarzen Brooks Adrenaline laufen . . . die bellen nicht aber brauchen dafür auch Ihren Auslauf und hoffentlich halten Sie noch recht lange. Ich hänge an Ihnen. Es werden entspannte 45min. ohne Pulsuhr. Eisig kalt ist es und ich freue mich, dass ich Handschuhe trage. Die Wollmütze ziehe ich über die Ohren damit die nicht abfrieren und auch die Nase läuft aber unter meinem Thermolangarmshirt und meiner Trainingsjacke ist mir beim laufen mollig warm. Ich denke nicht viel, höchstens an die warme Dusche, die Zuhause auf mich wartet und auf ein bescheidenes Frühstück aus Haferflocken und Milch. Leider ist das dann auch das Einzige, was auf mich wartet. Eine gemeinsame Dusche mit einem Partner, einem warmen, weichen Frauenkörper unter der Brause spüren, Arme die sich um einen legen, Brüste die sich auf meine Brust pressen, Lippen die sich küssen wärend Wasser warm an engumschlungenen Körpern herabrinnt . . . das wäre großartig . . . das wäre ein schöner Anfang für einen perfekten Sonntag . . . .

Samstag, 14. Februar 2009

Kaffee

Heute war ein guter Tag und das nur aus einem guten Grund . . . aber von Anfang . . . ich brauche nicht wirklich einen Wecker, denn ich habe das seltene Glück einen Job mit Gleitzeit zu haben und könnte auch vormittags um 11 im Büro aufschlagen. Das heißt, wenn andere morgens hektisch hetzen müssen, bin ich entspannt und kann mir Zeit lassen, um meine Denkfabrik auf den Schultern langsam anzukurbeln. Nur noch aus Gewohnheit lasse ich mich von meinem Handy mit schöner Musik wecken. Das Wort Morgenmuffel kenne ich nicht. Ich bin einfriedlicher Zeitgenosse, wache und schlafe nach Körpergefühl, nur nach innerer Uhr und die weckt mich heute früh schon um 09:00. Ich rolle mich etwas verpennt aber erfüllt mit Vorfreude von meiner Matratze. Es ist soweit . . . ab heute kann ich endlich nach 10 langen Wochen wieder Kaffee trinken. Was ein Segen ! ! Nur leider ist meine Kaffeemaschine schon seit Monaten im Eimer, das wird also nichts, aber ich habe Glück und aus einer Tasse krame ich grad noch so 2Euro Kleingeld und 2 Fahrradventile. Die müssen reichen, für nen Becher beim Bäcker gegenüber. Jeans und Pulli an, Jacke überwerfen und schon bin ich raus . . . Ahmed, aus dem Backshop ist ein netter Nachbar. Man kennt sich, er lächelt und gibt mir meine Fahrradventile zurück. Aber er gibt mir auch nen großen Becher Milchkaffee und ne Croissant dazu. EinenAugenblick später stehe ich glücklich und gedankenverloren an einem kleinen runden Tisch und freue mich über so etwas Strunznormales. Einen Becher Kaffee, alleine der Geruch ist w wunderbar und meine Lebensgeister feiern nach dem ersten Schluck ne Party . . . aber warum der Entzug . . . in den letzten Wochen hatte ich Kreatin genommen, um mein intensives Training zu unterstützen. Kreatin ist eine natürlich in den Muskeln vorhandene Substanz, die u.a. zur Energieversorgung der Muskulatur benötigt wird. Zusätzlich supplementiert kann kurzfristig während des Trainings die Leistung gesteigert werden. Das ist der Sinn der Sache, härter trainieren, mit höheren Gewichten und den Muskeln somit einen stärkeren Wachstumsreiz geben. Nur leider verträgt sich das Zeug mit Koffein garnicht. Die Wirkung würde auf der Strecke bleiben, also wird während einer Kreatin Kur auf Kaffee, Tee und andere koffeinhaltige Getränke verzichtet, auch auf Cola . . . . ich habe nichts mehr zu verschenken. Ich muß mehr tun als Jüngere, um noch etwas zu erreichen und ich will verdammt nochmal auch fit sein. Das heißt vernünftig, diszipliniert und regelmäßig trainieren, gesund und ausreichend ernähren und mit der Hoffnung auch alles versucht zu haben nehme ich Proteinshakes, Glutamin, Zink und mache 2x im Jahr ne Kreatin Kur. Die Sachen sind harmlos, beeinflussen den Hormonhaushalt nicht und es gibt Sie in jedem Sportshop. Alles anderen Sachen wie Fatburner oder ähnliche HokusPokus Mittel halte ich für Blödsinn oder für unverantwortlich. Mit Drogen habe ich ohnehin nichts am Hut. Alles was den Schwanz schlapp macht ist absolut tabu. Ich kiffe nicht, rauche nicht, saufe äußerst selten. Steroide, Anabolika, Testosteronbooster oder anderen Shice sollen halt die Deppen nehmen, die Krebs bekommen wollen. Das Zeug macht nur Pickel und nen kleinen Schwanz. Ne Leute, im Leben nicht, was nützt es mir wenn ich nen saugeilen Body habe und die Luft aus meinem besten Stück raus ist.

Ich war natürlich am Freitag im Studio, habe erst 2 Std. mein Training durchgezogen, Beine, Po, Schultern und Bauch trainiert und dann mit meinem Personaltrainer Sören den neuen Trainingsplan durchgesprochen, den er jetzt nur noch ausfeilen muß. Ab nächste Woche beginnt dann endlich ein neues Programm. Von allem etwas. Vor allem Masse halten und etwas mehr Definition. Wird sicher geil . . . nach dem Training ist eben immer auch vor dem Training . . . und bis zum Sommer habe ich dann meinen Body da, so wie ich Ihn haben will. Ich freu mich drauf.

Freitag, 13. Februar 2009

Alles IQ oder was . . .

Wer wirklich mal Lust hat sich wie ein Vollpfosten oder auch nur so dumm wie 3m Feldweg zu fühlen kann ja mal aus Spass an der Freude einen IQ Test machen . . . hier auf der Webseite der Süddeutschen gibt es einen hervorragenden Test http://iqtest.sueddeutsche.de/ ManManMan, das Ganze dauert so ungefähr 1 Stunde und ich kann kaum glauben, was ich alles NICHT kann ! ! Na toll, nutzt halt nix, wenn man tausend Watt in den Armen hat aber kein Licht in der Birne . . . das Ergebnis ganz knapp über 100 und die Auswertung meint ich wäre "durchschnittlich" . . . naja . . . wahrscheinlich wollten Sie nur nicht strunzblöd schreiben 8-D was solls . . . Hirn is wichtig, Herz is wichtiger . . . und ich glaube das passt schon ganz gut bei mir . . . ich kenn sogar jemand der das weiß.

Donnerstag, 12. Februar 2009

es passiert alles im Kopf . . .

manchmal habe ich den Eindruck der liebe Gott ist nur ein Kind mit einem Stock und einem Ameisenhügel . . . warum es solche Tage wie heute gibt, ist völlig unklar. Ich stehe von morgens bis abends auf dem Gas . . . stressige Entwicklungsmeetings, Fehler in unserer Software, die kein Mensch gebrauchen kann, Termine die platzen, Anrufe von Kollegen, die mal gaaaanz dringend und natürlich sooofort etwas brauchen . . . zum Feierabend stelle ich fest, dass ich nichts von dem geschafft habe, was ursprünglich auf meinem Zettel stand . . so what . . . um 17:30 lasse ich alles liegen und stiefel in mein Sportstudio . . . Lust habe ich heute wirklich keine, viel lieber würde ich mich ne Stunde in die Wanne legen, entspannen . . nen Bier trinken gehen oder auch mal vor der Glotze abhängen aber wenn ich so erstmal anfange ist ganz schnell Schluss. Für meine sündigen Gedanken faulenzen zu wollen, werde ich mir gleich im Studio ein paar Pfund mehr draufpacken. Mein Trainingsplan ist praktisch am Ende, am Freitag werde ich mir mit Sören (meinem Personaltrainer) einen neuen Plan zusammenstellen. Heute ist nochmal Tag V dran, das heißt wieder Lattraining (Rücken) und Brust. Die Rückenmuskulatur, die einem Mann so einen schönen V-förmigen Oberkörper verleihen kann, wird bei allen ziehenden Übungen beansprucht. Nach 10min. aufwärmen kommen 3 Übungen, bei denen ich überall 5-10kg mehr draufpacke . . . das hört sich nicht viel an, aber bei 3 Sätzen mit je 10 Wiederholungen sind das 150-300kg die der Muskel mehr arbeiten muss. Der Kopf will sich drücken, aber das darf man nicht zulassen . . . "ZIEH" und "komm schon, eeeeeeeiner noch" heißt es dann ! Jetzt noch die Brustübungen, ebenfalls mit mehr Gewicht. MilitaryPress, eine Übung für den oberenBrustanteil (vordere Schulter ist auch mit drin), Butterfly, und Flachbankdrücken mit Kurzhanteln. Kurzhanteln sind super, weil viele Muskelgruppen mitbeansprucht werden um die Bewegung zu stabilisieren. Am Ende Überzüge und natüüürlich Bauch. Natürlich wieder mit einer 15kg Hantel auf der Brust und schön Crunches machen. Ich möchte ja das der Muskel wächst, damit man Ihn irgendwann mal sieht und das geht natürlich auch beim Bauchmuskel dann wenn man normale Sätze macht und nicht hunderte von Crunches ohne Gewicht. Die sind höchst ineffektiv . . . am Ende bin ich wieder mal platt aber ich fühle mich deutlich besser. . . . das Studio ist ein gutes Gegengewicht zum kopflastigen Job. Zuhause schaue ich in meinen Ernährungsplan, 600kcal kann ich heute noch futtern. Das reicht für eine leckere Gemüsepfanne, mit etwas Geflügel und ein paar Kartoffeln (die müssen weg). Alles nacheinander schön im Wok zubereiten . . . mmmh :-) eine große Auswahl habe ich eh nicht mehr gehabt. Der Kühlschrank war schon leer und im Froster siehts jetzt auch nicht mehr gut aus . . . na toll und das wo der Monat noch 17 Tage dauert . . . ich kanns jetzt eh nicht ändern . . . über meine Nahrungsversorgungsprobleme mache ich mir heute mal keinen Kopp mehr . . . 22:00 und Feierabend

Mittwoch, 11. Februar 2009

Ist das Alles? . . .

Aus meinem Handy säuselt Robbie Williams den Song Angels . . . "....and through it all she offers me protection" singt er . . . wen er wohl damit meint? . . . neben mir liegt niemand, kein Engel und auch sonst keine Frau. Dieses Gefühl der Leere gefällt mir immer weniger . . . Ich fühle mich völlig zermöbelt, so als hätte ich die Nacht in einer Schrottpresse verbracht und jetzt zerrt die Schwerkraft an meinen Knochen. Zusätzlich signalisiert mir ein leichter Kopfschmerz, dass mein Bewusstsein auch nicht damit einverstanden ist, dass ich jetzt aufstehen soll . . . Nein, heute geht es mir ausnahmsweise NICHT gut . . . kein Bock zum duschen, stattdessen Katzenwäsche, zähneputzen ja aber das Rasieren fällt flach . . . der Blick in meinen Kühlschrank könnte nicht trauriger sein. Es ist erst der 11. und ich bin blank. Heute abend ist Sport und dafür brauche ich ja ein paar Kohlenhydrate. Ein Becher Buttermilch, ein paar Karotten, etwas Magarine und ein paar Scheiben Lachsschinken. Damit ist mein Kühlschrank endgültig leer aber ich habe zumindest etwas um etwas auf mein selbstgebackenes Maisbrot zu legen. Aus meinem Küchenregal greife ich noch eine halbvolle Tüte Haferflocken . . . wenn man die mit der buttermilch und etwas Proteinpulver mischt, schmecken Sie garnicht so fad . . . Ich stopfe alles in meine Sporttasche. Das kann ja heute heiter werden. Es wäre schön, wenn man jetzt jemanden küssen könnte und einen schönen Tag wünschen bevor man geht aber da ist niemand, also keinen Kuß, keine Umarmung . . . draußen nasses Schneetreiben und der eisige Wind gibt einem das Gefühl nackt dazustehen . . . die U-Bahn pickepackevoll. Kein Wunder bei dem Wetter . . . endlich im Büro angekommen und in meinem Terminkalender stehen gleich 3 Meetings . . . also gut, dann los . .

Dienstag, 10. Februar 2009

Leben ist das was jetzt passiert

. . . wenn tatsächlich irgendjemand mal in diesem Blog schmökert, könnte der Eindruck entstehen "der Typ hat nen Knall . . . der ist ja nuuuur im Sportstudio. Macht der eigentlich auch mal irgend etwas anderes?" Jaaaaaaaaaaaa, natürlich mache ich das ! ! ! ! Der Sport ist sicher ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, aber er füllt doch nur einen geringen Anteil meiner Wachzeit aus (ich gebe zu, dass ich auch mehr tun würde ;-)). Selbstverständlich mache ich all das, was Menschen der Großstadt eben so tun. Gut, ich bin eine ziemlich arme Sau und mein Konto kommt nichtmal in die schwarzen Zahlen wenn Gehalt überwiesen wird aaaber ich versuche immer das Beste aus jedem Tag zu machen. Man erwischt mich nur äußerst selten dabei, dass ich gelangweilt, nur nutzlos kostbare Zeit verstreichen lasse oder schwachsinnige Serien im Fernsehen sehe. Es gibt viele coole Filme, aber normales Fernsehen ist Volksverblödung und soll die Menschen doch nur ruhig stellen. Kucken, konsumieren, damit sie nicht merken, wie Sie Ihr Leben ungenutzt verplempern. Selbst wenn ich Langeweile habe und zu garnichts Lust habe versuche ich das bewusst als normalen Teil des Lebens zu empfinden. Langeweile gehört wohl auch hin und wieder dazu. Üblicherweise besteht mein Leben aber aus Allen anderen Dingen, als aus Langeweile. Ich bin recht belastbar und laufe ohnehin erst zu Höchstform auf, wenns ganz Dicke kommt. Mein Job fordert mich sehr. Ich muss mich mit Dingen beschäftgen von denen vermutlich 9 von 10 Menschen nichtmal wissen, dass es sowas gibt. Ich versuche immer noch einen guten Einfluss auf meiner Kinder zu nehmen und Sie zu unterstützen wo ich nur kann. Wenn Sie mir etwas mitteilen wollen, bin ich immer für Sie da und habe immer ein Ohr für Sie. In Ihrer Welt haben andere Themen Priorität und ich versuche mich dafür zu interessieren. Ich versuche so gut es geht meine Wohnung zu managen, nicht immer mit großem Erfolg. Aber sollte Besuch kommen, dann möchte ich einen guten Eindruck machen. Ich möchte, dass man sich bei mir wohl fühlt. Es soll ordentlich und sauber sein. Stilvoll wäre auch schön, aber das ist mit meinen bescheidenen Mitteln sehr schwer. Ich mache Kompromisse . . . muß Sie machen . . . zumindest habe ich mir vorgenommen eines Tages ein Bett zu kaufen, solange schlafe ich auf meiner Matratze. Ich muss auch einkaufen, kochen (man will sich ja gesund ernähren), abwaschen, Wäsche waschen, Staubsaugen. Klo schrubben . . . und manchmal kann mich das auch alles kreuzweise und ich gehe tanzen, ins Kino, radfahren, gehe Essen, treffe mich mit Freunden zum quatschen, entspanne mich in der Badewanne, höre Musik, gehe bummeln . . . ich habe noch viele Interessen, bin typisch Mann technikverliebt, habe einen Faible für die Luft- und Raumfahrttechnik, träume davon die Welt zu bereisen und bin ohnehin für Vieles zu begeistern. Ich muss immer alles anfassen, möchte Sachen ausprobieren . . . es ist ein normales Leben . . . mein Leben . . . es passiert jetzt.

Am vergangenen Sonntag war ich joggen . . . meine Kondition ist schon lange nicht mehr so super . . . aber ich kann immer noch problemlos 45-60min. locker laufen ohne das ich Beschwerden habe. Ich laufe jetzt um mich wohl zu fühlen. Der Puls ist etwas höher als früher, aber es fühlt sich immer noch gut an. Als ich laufe, ist es trocken, beinahe Windstill, ungewöhnlich ruhig auf den Straßen und der Himmel ist grau in grau. An solchen Tagen wie diesem Sonntag laufen die Füße von alleine, so als wäre man sein eigener Beobachter.



Den gestrigen Montag abend verbringe ich wie gewohnt im Sportstudio. Tag 33 ( IV von V) Schulter und Beintraining. Jeder hat so seine Genetik und manche Muskeln entwickeln sich besser, manche weniger. Meine Schultern muss ich ordentlich rannehmen, damit etwas wächst. Die Schulter ist ein sehr komplexes und empfindliches Gelenk und es wird von der Muskulatur geschützt. Man muss sehr darauf achten, dass man die Übungen sauber ausführt damit man sich keineVerletzungen einhandelt. Ich muß ziemlich die Zähne zusammenbeißen und kämpfe mit der Hoffnung, dass es eines Tages nicht nur gut aussieht, sondern sich auch gut anfühlt . . . in den Beinen stecken die größten Muskeln des Körpers, Sie tragen uns und müssen von allen Muskeln die meißte Arbeit leisten. Der Mensch ist ein Lauftier, ohne Zweifel. Das bedeutet leider auch, dass wenn wir Ihnen einen Wachstumsreiz geben wollen, dann müssen wir uns auch ordentlich anstrengen, denn so schnell ermüden unsere Beine nicht. Wieder mal beende ich mit zittrigen Knien die Übungen und bin froh das es vorbei ist. Zum Ende wieder 2 Bauchübungen und nach knapp 2 Std. ist Schluss.

In der Umkleide, dann plötzlich, das Unfassbare. Beim ausziehen von meinem Shirt schaue ich in den Spiegel und habe zum ersten Mal eine Ahnung von meinem 6-Pack. Ganz leicht zeichnet sich einen Struktur ab und zum ersten mal kann ich die oberen 4 Bauchmuskeln doch schon leicht erkennen. Sollte sich das Kalorien zählen und die ewigen Übungen doch noch auszahlen. Das ist im Grunde mein letztes Ziel. Einmal in meinem Leben so ein Sixpack haben wie die Models auf dem Titelbild der Mens-Health . . . das wär schon was . .

Samstag, 7. Februar 2009

Entschlossenheit . . .

Freitag d. 06. Februar 2009 . . . wieder sind 48 Std. um und strebsam wie ich nun mal bin, stehe ich abends wieder in meinem Studio "Personal Fitness http://www.personalfitness-club.de und blicke in mein Trainingsbüchlein. Ich blättere durch Hunderte von weißen Seiten, die nun darauf warten gefüllt zu werden . . . mein Altes hatte ich in den vergangenen 2 Jahren bis zur letzten Seite vollgeschrieben. Seiten über Seiten, die nun Zeugnis ablegen, wie mühsam es ist, sich einen attraktiven Körper zu erarbeiten. Besonders wenn man "leicht Ü30 ist" ;-) In jeder Sekunde altern wir, ein fortwährender Verfallsprozess . . dem wir aber nicht hilflos zusehen müssen . . . wir können jeden Tag etwas dazu tun, den Verfall aufzuhalten, zu bremsen, für begrenzte Zeit zum Stillstand zu bringen. Lebensqualität erhalten nennt sich das. Wir können das Leben immer genießen, wenn wir auf Körper und natürlich auch unseren Geist achten . . . alles gehört dazu . . . . Entspannung, Spass, gesunde Ernährung, Bewegung, Anstrengung, Geist und Körper fordern, Erholung, Geselligkeit, Abwechslung anstatt Eintönigkeit . . . Glücklich kann der sein, der viel Geld hat und der sich seine Träume erfüllen kann . . . denke aber nicht Du seist Arm, nur weil Du nichts hast, arm bist Du nur dann, wenn Du keine Wünsche und Träume mehr hast . . . ich habe unendlich viele Wünsche und Träume und erfreue mich jeden Tag an Ihnen . . . .


. . . ich beginne mein Training ! Tag 32, Tag III von V, Rücken und Trizeps. Es beginnt mit Klimmzügen mit weitem Griff, die Handinnenflächen zeigen von mir weg. . . 3 Sätze, max. Wiederholungen, je 2min. Pause, . . . 12, 11, 10 notiere ich in mein neues Büchlein. Es folgen Übungen am Latzug, Rudern eng, Rudern weit je 4 Sätze, der letzte Satz immer Maximal. bis zum Muskelversagen. Anschließend die Trizepsübungen. Stirndrücken auf einer Flachbank mit einer Z-Stange und immer schön darauf achten, dass die Ellbogen zusammenbleiben. Dann eine Übung mit einer Kurzhantel. Im Stehen eine Kurzhantel mit ausgestrecktem Arm nach oben strecken (als würde man sich melden), dann im Ellbogen abwinkeln und die Kurzhantel hinter den Kopf absenken und wieder nach oben strecken. Die Übung kann immer abwechselnd erfolgen. 10 Wiederholungen links, Arm wechseln, 10 Wiederholungen rechts. Dann noch eine Übung am Kabelturm. Man steht vor einem Kabelturm, die Hände umschließen einen Griff (so als würde man ein Tablett tragen) und dieser Griff wird nach unten gezogen bis der Arm ausgestreckt ist. 3 Sätze 10-12 Wiederholungen. Da ich heute gut in der Zeit liege, beschließe ich 3 Bauchübungen zu machen. Normale Crunches mit einer 15kg Hantel auf der Brust. Dann eine Übung für die seitlichen Bauchmuskeln und ein letzte für die Unteren. Die erste Seite in meinem Büchlein ist beschrieben. Alles fängt so an. Mit dem ersten Schritt, dem ersten Satz . . . es heißt nicht . . "ich möchte", "ich könnte" oder "ich würde" . . . es muss heißen "ich mache" ! ! !

Donnerstag, 5. Februar 2009

ein Blick zurück . . .

Bevor ich mit dem Fitnesstraining begann, war ich jahrelang Ausdauersportler. Meine Passion war ursprünglich das Joggen. Das ich eines Tages mit dem Laufen begann hatte viele Ursachen. Ich hatte 15 Jahre geraucht, brachte über 90kg auf die Waage, meine Gesundheit war angeschlagen, meine Ehe leider auch und ich sollte für meinen Arbeitgeber in einer Teamstaffel mitlaufen . . . vom ersten Meter, den ich auf einem Sportplatz lief, dauerte es nur gut 1 Jahr bis mich der Laufvirus völlig infiziert hatte und ich nur noch Eines im Kopf hatte. Das Laufen. Ich lief eigentlich nur noch, verschlang endlose Laufbücher und Ernährungsratgeber, führte streng Trainingstagebuch, lief nach und nach alle Distanzen bei Volksläufen mit, 5km, 10km, Halbmarathon, 25km und natürlich die Königsdisziplin, den Marathon. Ich strebte ständig nach Verbesserung von persönlichen Zeiten und ohne das ich es wirklich bemerkte purzelten die Pfunde . . . Laufen macht glücklich und mein Laufpensum wuchs in den Vorbereitungen auf bis zu 65km in der Woche und im Jahr lief ich bis zu 1800km. Ein paar Laufschuhe hielt maximal ein Jahr, meißt waren Sie früher runter. Nach ein paar Jahren wog ich Anfang 2007, bei einer Körpergröße von 1.83m, noch 74kg und hatte laut Köperfettwaage, einen Fettgehalt von 11,5%. Fragen von Freunden ob ich vielleicht krank wäre, weil ich so schmal aussah überhörte ich. Mit 42 Jahren lief ich die 10km in 40min., den Marathon in 3h:30min., den Halbmarathon in 1h:33min und die 25km deutlich unter 2 Stunden . . . dass ich in ein Sportstudio kam, war nur Glück im Unglück. Eine Achillessehnenentzündung stoppte mich und für grausame 4 Wochen war an Laufen nicht zu denken. Um aber nicht auf mein Cardiotraining zu verzichten und um etwas Ausgleichstraining einzubauen, meldete ich mich in einem Sportstudio an, um auf einem Crosstrainer weiterzutrainieren, das ging sogar mit der entzündeten Sehne. Lange Zeit lief ich mir praktisch alle Muskeln wieder weg, die ich vielleicht mir hätte antrainieren können . . . und nach und nach erkannte ich, dass ich mich nur noch steigern würde können, wenn ich noch mehr trainieren würde. Ich lag mit meinen Leistungen über dem Durchschnitt, ich hatte Medaillen und Urkunden, meine Ehe war mittlerweile Geschichte (nicht wegen dem Laufen ! !) . . . nur für wen oder warum sollte ich jetzt noch laufen? . . . es würde mir klar . . . ich wollte es nur noch zum Vergnügen tun und Andere auch dafür begeistern. Das wofür ich es ja auch ursprünglich begonnen hatte. Ich laufe jetzt nur noch um mich wohl zu fühlen und nicht mehr aus Zwang. Ich laufe die 10km nur noch in 45min. aber es ist O.K. ich muss keine Rekorde mehr aufstellen. Das Laufen tut mir wieder gut. Gestern war der 04. Feb. 2009 und ich habe mal wieder Brust und Bizeps traniert. Als ich dabei so in meinem Trainingsbüchlein blättere fällt mein Blick auf eine Eintragung vom 06. Juni 2007. "Mein Körpergewicht beträgt 74,2kg" steht da . . . ich schaue auf die Eintragung von Heute. Da stehen 85,2kg. Andere Menschen würde jetzt bei dem Gewichtszuwachs in Panik ausbrechen und auf Ihre Wampe schauen aber ich habe in ungefähr 19Monaten ganze 11kg auftrainiert und zwar KEIN Fett. Das war mir so deutlich noch garnicht bewusst. Lückenlos stehen die Trainingstage in meinem Tagebuch. Alle 10-12 Wochen mit einem neuen Plan. Immer 3 Tage in der Woche, manchmal 4. Ich bin je nach Lust und Laune laufen gegangen, manchmal 2x manchmal 3x in der Woche. Ich habe auf meine Ernährung geachtet aber ich habe auch oft und gerne gesündigt und ich bin NICHT fett geworden. Die Mühe war nicht umsonst. Ich bin jetzt 44 Jahre alt, fühle mich großartig, besser wie nie zuvor, ich trage taillierte Oberhemden und Jeans mit der Größe 32. Hoffentlich kann ich mir das noch ein paar Jahre bewahren . . . .

Dienstag, 3. Februar 2009

Süchtig . . . ?


es ist der 02. Februar 2009 als ich wie gewohnt, wie jeden Montag, gegen 18:00 im Sportstudio aufschlage. Bevor es losgeht schnell ein Sprung auf die Waage und ich notiere 84,5kg in meinem Büchlein. Freundlich begrüßt mich Oli (ein gutaussehender PersonalTrainer) mit einer Kundin im Schlepptau, mit den Worten "Hi Lars, gehts gut?" und dann mit einem Blick auf seine niedliche aber etwas pummelige und schüchtern dreinschauende Begleitung "Lars ist immer hier, er ist ein Sport Junkie" . . . ich lächle, zwinker der jungen Damen freundlich zu und gehe etwas nachdenklich zu den Geräten. Bin ich sportsüchtig? Ich?, der sich am liebsten verwöhnen lässt und sich jedesmal drücken wollte, wenn es zum Sport geht? Ich bin ein Büromensch und das sein 15 Jahren. Wenn ich mal kurz überlege wie mein Tag aussieht, dann heißt das 6-8 Std. Schlaf, 8-9 Stunden am Schreibtisch sitzen und die restliche Zeit verbringe ich mit Alltagsaktivitäten. Einkaufen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Gegend fahren, selten mit Freunden treffen, noch seltener auf der Couch liegen, mich hin und wieder um meine Kinder kümmern, Wohnung aufräumen, kochen, essen . . . und natürlich Sex. Grob geschätzt verbringen ich also 90% meiner Zeit mit anderen Dingen als mit Sport. Ich resumiere, dass ich nicht sportsüchtig bin, ich möchte eben nur nicht das verlieren, was ich mir mühsam erarbeitet habe. 3x in der Woche für 1 1/2 oder 2 Std. und ein wenig Joggen, das ist nicht zuviel. Zufrieden über meine Berechnungen widme ich meinem heutigen Plan. Wieder steht Tag I von V an. Das heißt Beine und Schulter. Kniebeuge, Beinpresse, Beinstrecker, Beinbeuger. In dieser Reihenfolge. Ich schiele in meine Aufzeichnungen und beschließe freundliche Pyramidensätze zu machen. Das heißt anfangen mit geringem Gewicht und hoher Wiederholungszahl. Bei jedem Satz erhöhe ich das Gewicht und senke die Wiederholungszahl bis letzlich nur noch auf 6 Wiederholungen. Es kostet mich mentale Überwindung aber ich steigere mich tatsächlich bei jedem Gerät um 10-15kg was dazu führt, dass ich am Ende nur noch Wackelpudding in den Knie habe und froh bin mich für die Schulterübungen setzen zu können. Kurzhantel Nackendrücken und Seitheben. Obwohl ich die Zähne zusammenbeiße und wirklich kämpfe erreich mit Müh und Not die Leistungen vom letzten Mal . . . nur nicht weniger machen . . . zum Abschluß wie gewohnt Crunches und Beinheben. Bauch muss sein. Irgendwann werden sich die Mühen auszahlen. Nach dem Duschen stehe ich mit skeptischem Blick in der Umkleide vor dem Spiegel. Als ich so am grübeln bin . . . am Bauch fehlen noch die Konturen und auf dem Schultern noch deutlich Volumen . . mmmh? . . da kommt Uwe herein, er sieht mich von oben bis unten an, lächelt, zieht die Augenbrauen hoch und fragt mich ob ich mit Ihm in die Sauna komme . . Ihm gefällt anscheinend was er sieht . . . . allerdings bin ich nicht schwul und er ist leider kein Mädchen . . . Schade 8-D

Montag, 2. Februar 2009

Melancholie . . .

. . . meine innere Uhr geht anscheinend falsch. Es ist Sonntag und um halbneun liege ich nach einer zu kurzen Nacht mit offenen Augen auf meiner Matratze und kann nicht mehr schlafen. Nur liegen bleiben ist irgendwie auch blöd . . .  eine kleine Ewigkeit stehe ich irgendwie an nichts denkend unter der Dusche . . . ich rasiere den Kerl der mich im Spiegel anschaut, kämme Ihn und putze Ihm die Zähne. Als ich dann irgendwann in meiner kleinen Küche an meinem kleinen Tisch vor meinen kleinen Haferflocken sitze weiß ich noch immer nicht, was ich mit diesem Sonntag anfangen soll. Irgendjemand anrufen?, verabreden? keine Lust zu garnichts . . . also räume ich die Bude fix auf und mache das was ich immer tue . . . im Sportstudio herscht gegen Mittag um 1 gähnende Leere, nur der Trainer blättert gelangweilt in einem Tittenmagazin. Na toll . . . nicht mal jemand da zum quatschen. Eigentlich trainiere ich am Wochenende garnicht . . . und so wie es ausschaut . . . . die Anderen anscheinend auch nicht. Egal . . . da ich morgen Schultern und Beine trainieren will, darf ich die Muskelgruppen heute nicht belasten . . . ich werde also einfach nur Bizeps trainieren und etwas Cardio zum Fett verbrennen. Scottcurls mit der Z-Stange, Kurzhantel Hammercurls und eine Übung am Kabelzug, das sind 3 Übungen mit insgesamt 10 Sätzen. Für den Bizeps reicht das . . . wenn er doch nur mal so bleiben würde wie nach dem Training . . . kugelrund, ganz prall, hart und aufgepumpt. Im Spiegel sehen 40cm Oberarmumfang schon schick aus. Jetzt nur noch ein paar Crunches und 3 Sätze Beinheben und mein verkürztes Sonntagstraining ist fast vorbei. Es ist immer noch leer als ich mich auf den Crosstrainer stelle. In der Glotze läuft irgendeine Datingshow auf MTv, man wat ne Grütze, da fällt einem doch glatt das Hirn aus dem Kopf . . . nach 15min. bin ich erlöst und kann auf den Hometrainer wechseln. 15min. trete ich in die Pedale wie Lance Armstrong und dann der fliegende Wechsel auf das Laufband . . . . immerhin gesellt sich endlich jemand dazu und trabt neben mir. Zum quatschen reichts bei Ihm leider nicht, nach 5min. schwitzt er mit hochrotem Kopf und jeder Versuch einer Konversation scheitert an seiner Atemnot . . . mit dem Blick auf die Uhr marschiere für 15min. steil bergauf und laufe dann 15min. bei 9km/h locker aus. Endlich fertich . . . so langweilig wie heute war es mir lange nicht . . . eisiger Wind und Schnee wehen mir auf dem Heimweg ins Gesicht und ich kann Jeden verstehen, der bei diesem Wetter keinen Fuß vor die Tür setzt . . .