Donnerstag, 5. Februar 2009

ein Blick zurück . . .

Bevor ich mit dem Fitnesstraining begann, war ich jahrelang Ausdauersportler. Meine Passion war ursprünglich das Joggen. Das ich eines Tages mit dem Laufen begann hatte viele Ursachen. Ich hatte 15 Jahre geraucht, brachte über 90kg auf die Waage, meine Gesundheit war angeschlagen, meine Ehe leider auch und ich sollte für meinen Arbeitgeber in einer Teamstaffel mitlaufen . . . vom ersten Meter, den ich auf einem Sportplatz lief, dauerte es nur gut 1 Jahr bis mich der Laufvirus völlig infiziert hatte und ich nur noch Eines im Kopf hatte. Das Laufen. Ich lief eigentlich nur noch, verschlang endlose Laufbücher und Ernährungsratgeber, führte streng Trainingstagebuch, lief nach und nach alle Distanzen bei Volksläufen mit, 5km, 10km, Halbmarathon, 25km und natürlich die Königsdisziplin, den Marathon. Ich strebte ständig nach Verbesserung von persönlichen Zeiten und ohne das ich es wirklich bemerkte purzelten die Pfunde . . . Laufen macht glücklich und mein Laufpensum wuchs in den Vorbereitungen auf bis zu 65km in der Woche und im Jahr lief ich bis zu 1800km. Ein paar Laufschuhe hielt maximal ein Jahr, meißt waren Sie früher runter. Nach ein paar Jahren wog ich Anfang 2007, bei einer Körpergröße von 1.83m, noch 74kg und hatte laut Köperfettwaage, einen Fettgehalt von 11,5%. Fragen von Freunden ob ich vielleicht krank wäre, weil ich so schmal aussah überhörte ich. Mit 42 Jahren lief ich die 10km in 40min., den Marathon in 3h:30min., den Halbmarathon in 1h:33min und die 25km deutlich unter 2 Stunden . . . dass ich in ein Sportstudio kam, war nur Glück im Unglück. Eine Achillessehnenentzündung stoppte mich und für grausame 4 Wochen war an Laufen nicht zu denken. Um aber nicht auf mein Cardiotraining zu verzichten und um etwas Ausgleichstraining einzubauen, meldete ich mich in einem Sportstudio an, um auf einem Crosstrainer weiterzutrainieren, das ging sogar mit der entzündeten Sehne. Lange Zeit lief ich mir praktisch alle Muskeln wieder weg, die ich vielleicht mir hätte antrainieren können . . . und nach und nach erkannte ich, dass ich mich nur noch steigern würde können, wenn ich noch mehr trainieren würde. Ich lag mit meinen Leistungen über dem Durchschnitt, ich hatte Medaillen und Urkunden, meine Ehe war mittlerweile Geschichte (nicht wegen dem Laufen ! !) . . . nur für wen oder warum sollte ich jetzt noch laufen? . . . es würde mir klar . . . ich wollte es nur noch zum Vergnügen tun und Andere auch dafür begeistern. Das wofür ich es ja auch ursprünglich begonnen hatte. Ich laufe jetzt nur noch um mich wohl zu fühlen und nicht mehr aus Zwang. Ich laufe die 10km nur noch in 45min. aber es ist O.K. ich muss keine Rekorde mehr aufstellen. Das Laufen tut mir wieder gut. Gestern war der 04. Feb. 2009 und ich habe mal wieder Brust und Bizeps traniert. Als ich dabei so in meinem Trainingsbüchlein blättere fällt mein Blick auf eine Eintragung vom 06. Juni 2007. "Mein Körpergewicht beträgt 74,2kg" steht da . . . ich schaue auf die Eintragung von Heute. Da stehen 85,2kg. Andere Menschen würde jetzt bei dem Gewichtszuwachs in Panik ausbrechen und auf Ihre Wampe schauen aber ich habe in ungefähr 19Monaten ganze 11kg auftrainiert und zwar KEIN Fett. Das war mir so deutlich noch garnicht bewusst. Lückenlos stehen die Trainingstage in meinem Tagebuch. Alle 10-12 Wochen mit einem neuen Plan. Immer 3 Tage in der Woche, manchmal 4. Ich bin je nach Lust und Laune laufen gegangen, manchmal 2x manchmal 3x in der Woche. Ich habe auf meine Ernährung geachtet aber ich habe auch oft und gerne gesündigt und ich bin NICHT fett geworden. Die Mühe war nicht umsonst. Ich bin jetzt 44 Jahre alt, fühle mich großartig, besser wie nie zuvor, ich trage taillierte Oberhemden und Jeans mit der Größe 32. Hoffentlich kann ich mir das noch ein paar Jahre bewahren . . . .

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen