Das ist der Blog, eine Art digital Diary von Lars Bäter aus Berlin. Der Blog handelt u.a. von sportlichen Aktivitäten, von meinen Hobbies, Lebensweisheiten, Beziehungsproblemen oder erzählt einfach Geschichten aus meinem Alltag
Samstag, 21. Februar 2009
Surprise, Surprise . . .
Habe ich geschrieben, dass mein Leben zu wenig abenteuerlich ist . . . nunja . . . es genügt anscheind, einmal in Berlin mit dem Bus zu fahren, um doch mal wieder ein wenig Abwechslung zu haben. Die Stadt ist voll, an der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche wimmeln die Menschen nur so und der Bus in den ich einsteige ist rappelvoll. Es sind Doppeldecker Busse und als ich mich im Oberdeck hinsetze, fällt mir ein Gruppe Jugendlicher auf, die sich lautstark unterhalten. Als die Sitzplätze in der vordersten Reihe frei werden, stürmen Sie nach vorne und freuen sich und tauschen markige Sprüche aus. Als Zeichen Ihres Wohlbefindens, holt einer von Ihnen sein Handy raus und im nächsten Augenblick plärrt orientalische Musik aus dem Krepelphone. Da ich direkt dahinter sitze überlege ich meine Optionen, Schnauze halten und das Geplärre ertragen oder Stress riskieren. "Machst Du bitte die Musik aus, Du bist hier nicht alleine" sage ich. Es vergehen einige Sekunden, das Geschwätz hört nicht auf und ich werde ignoriert. "Was von dem Satz, mach die Musik aus, hast Du nicht verstanden?" frage ich deutlich, um klarzumachen, dass ich keinen Bock auf den Lärm habe. Daraufhin dreht sich der Kleinste um, eine weiße Basecap im Nacken, Palästinenser Tuch um den Hals, "Was willsu?, Du Scheise-Arsch, Du hast nix su sagn Alder" . . . Kaum zu glauben wie sicher und wie übermächtig sich der Knirps in seiner Gruppe fühlt, schießt es mir durch den Kopp. Ich kann jetzt sitzenbleiben, mich von den Piepeln, die kaum älter als 13,14 Jahre alt sind vorführen lassen oder handeln. "Die Musik aus oder Du steigst aus" ist eine klar verständliche Ansage von mir und als beinahe erwartete Antwort bekomme ich so etwas in der Art wie "ich fi***e dein Mu***r, Du Hurensohn" In der nächsten Sekunde habe ich den strampelnden Kerl an seiner Jacke, der mich mit wüsten Beschimpfungen überschüttet und mir klarmachen will, er würde mich totschlagen . . . ich zerre Ihn von seinem Sitz, entschlossen Ihn aussteigen zu lassen. Nur kurz zwischendurch . . . Sicher, ich müsste mich nicht provozieren lassen, ich könnte über den Dingen stehen, könnte der Klügere sein und mich nicht auf sein Niveau herablassen, ich könnte einem 13 Jährigen gestatten mich, meine Familie, meine Eltern zu verspotten und Ihm das Gefühl geben, dass er die Regeln machen kann . . . ich könnte ein Weichei sein . . . ich könnte es auch mit reden versuchen . . . aber mal ehrlich, freiwillig würde er weder die Musik ausmachen oder gar aussteigen, das war mir schon klar. Wie auch immer, in dem Moment als drei seiner Kumpels sich ebenfalls mit mir 'auseinandersetzen' wollen, weil Sie wohl für die Musik waren, greifen auch schon 2 Sicherheitsmitarbeiter der Verkehrsbetriebe ein, die tatsächlich nur zufällig in diesem Bus mitfuhren. Ich muss zugeben, dass ich nicht undankbar bin, weil KEINER der anderen Fahrgäste im Bus auch nur ansatzweise etwas unternommen hat. Nun aber steigt die ganze Clique unter lautem Protest aus, während Sie einen ganzen Schwall an Vulgärvokabeln auf alle und natürlich besonders auf mich auskippen. Die Geschichte endet darin, dass der Busfahrer die Polizei verständigen muss, die nach wenigen Minuten mit 3 Wagen anrückt, um eine Schlägerei zu verhindern. Personalien von allen Beteiligten werden aufgenommen. Die Clique, die erst stiften gehen wollte kehrt tatsächlich nochmal zurück, um zu sehen ob man mich nicht doch noch vermöbeln könnte und wird dabei ebenfalls von den Beamten gefasst. Echte Helden . . . im Grunde kann ich von Glück reden, dass ich nicht ein Messer in die Rippen bekommen habe . . . vielleicht sagt mir ja mal jemand, was wir gegen so viel Unverschämtheit und Arroganz machen sollen
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